​Der FC Chelsea hat sich am Mittwochabend aus der Champions League verabschiedet. Nach dem 1:1 an der Stamford Bridge kassierten die 'Blues' im Rückspiel gegen ​den FC Barcelona eine 0:3-Niederlage. In den vergangenen Wochen ist die Kritik an Cheftrainer Antonio Conte nicht nur aufgrund des Ausscheidens in der Königsklasse spürbar lauter geworden. Vieles deutet derzeit daraufhin, dass der amtierende englische Meister und der 48-jährige Übungsleiter am Saisonende getrennte Wege gehen. 


In der Premier League läuft es für den Hauptstadtklub nicht wirklich rund. Nach 30 Spieltagen findet sich der FC Chelsea auf Rang fünf wieder und droht die Qualifikation zur Champions League zu verpassen. Nach dem Aus in der Königsklasse haben die 'Blues' nur noch im FA Cup eine Chance auf einen Titelgewinn. Am kommenden Sonntag sind die Londoner im Viertelfinale gegen Leicester City gefordert. Conte geht davon aus, dass selbst der Gewinn des FA Cups seine Entlassung nicht verhindern würde. "Ich denke, die Arbeit eines Trainers sollte nicht nach Siegen bewertet werden", wird der Chelsea-Coach vom Telegraph zitiert. 

FC Barcelona v Chelsea FC - UEFA Champions League Round of 16: Second Leg

Antonio Conte (m.) klatscht Superstar Lionel Messi (l.) ab



Aus der Sicht des Italieners sei die Verbesserung der Mannschaft wichtiger. "Wir können uns in allen Bereichen verbessern", betonte Conte. "Ich mache meine Arbeit weiter und bin mir bewusst darüber, dass ich einen guten Job mache." Diese Meinung scheinen die Verantwortlichen allerdings nicht wirklich zu teilen. Dem Vernehmen nach hat Conte seinen Kredit bei den Klubbossen verspielt. Das Verhältnis zu Eden Hazard soll zuletzt ebenfalls tiefe Risse bekommen haben. Dem Chelsea-Star missfällt angeblich Contes defensive Ausrichtung, weshalb der 27-Jährige bei einem Verbleib des Cheftrainers einen Wechsel in Erwägung ziehen soll.


Italienischen Medienberichten zufolge denkt Conte bei einer Entlassung im Sommer über eine Pause nach. An der Stamford Bridge besitzt der Übungsleiter einen bis Ende Juni 2019 datierten Vertrag. Dem Vernehmen nach kassiert der 48-Jährige rund zehn Millionen Euro Jahresgehalt. Sollten sich die Wege nach der laufenden Saison trennen, müssten die 'Blues' dem Coach solange das Gehalt weiter bezahlen, bis dieser einen neuen Job findet. Als potenzielle Conte-Nachfolger werden derzeit Luis Enrique (zuletzt FC Barcelona), Thomas Tuchel (zuletzt Borussia Dortmund) und Neapels Cheftrainer Maurizio Sarri gehandelt.