​Der 1. FSV Mainz 05 steckt derzeit mittendrin im Abstiegskampf. Nach 26 Spieltagen finden sich die Rheinhessen auf dem Relegationsplatz wieder. Nur eine der letzten acht Bundesliga-Partien entschied die Mannschaft von Cheftrainer Sandro Schwarz für sich, weshalb in den vergangenen Wochen die Kritik von Seiten der Fans lauter wurde. Sportdirektor Rouven Schröder kann den Unmut der Anhänger nachvollziehen. In einem Interview gestand der 42-Jährige auch Fehler bei der Transferpolitik ein. 


"Dass Fans und Um­feld nicht zu­frie­den sind, ist ganz nor­mal, wir hin­ter­fra­gen uns auch kri­tisch. Das ist in der ta­bel­la­ri­schen Si­tua­ti­on, in der wir uns be­fin­den, auch not­wen­dig", gab Schröder ​gegenüber der Bild-Zeitung zu Protokoll. Den Beschimpfungen in den sozialen Medien schenkt der Sportdirektor nur wenig Beachtung. "Sich damit län­ger zu be­schäf­ti­gen ist nicht gut", betonte der 42-Jährige, der sich der Kritik an seiner Person und der Verantwortung stellt. "Ich finde es le­gi­tim, dass wir kri­ti­siert wer­den, wenn wir schlech­te Spie­le ma­chen und un­se­re Tu­gen­den nicht ab­ru­fen. Aber wir ste­hen mit Köln, Ham­burg, Wolfs­burg unten, das sind Schwer­ge­wich­te", sagte der Funktionär. 

Angesichts der positiven Entwicklung in den letzten Jahren sei es nachvollziehbar, dass die Erwartungshaltung bei den Fans gestiegen ist. "Für Mainz ist es als klei­ne­rer Klub nor­mal, dass man auch mal unten rein­rutscht", erklärte Schröder, der auch für seine getätigten Transfers im Sommer Kritik einstecken musste. Mit ​Kenan Kodro und ​Viktor Fischer haben zwei Neuzugänge den Verein im Winter wieder verlassen. Lediglich Abdou Diallo erwies sich als echte Verstärkung. "Wenn man es rein pla­ka­tiv sieht, ist das si­cher keine hun­dert­pro­zent­ige Quote", so Schröder. "Die Dinge muss man be­leuch­ten. Das ge­hört zum Aus­wahl­pro­zess, den man si­cher über­den­ken kann."

1. FSV Mainz 05 v Holstein Kiel - DFB Cup

Viktor Fischer verließ Mainz 05 nach nur einen halben Jahr wieder


Eine gewisse Trefferquote bei Transfers habe es seit der vergangenen Saison allerdings grundsätzlich gegeben. "Al­lein Di­al­lo, Gba­min, Quai­son und Özt­u­na­li als U21-Na­tio­nal­spie­ler sind nicht nur sport­lich, son­dern auch wirt­schaft­lich eine si­che­re Bank", betonte der 42-Jährige. Der Mainzer Sportdirektor geht davon aus, dass der Abstiegskampf bis zum Ende offen bleiben wird: "Wir haben alle Mög­lich­kei­ten, di­rekt in der Bun­des­li­ga zu blei­ben. Und das ist unser gro­ßes Ziel."