Beim Hamburger SV geht es weiter drunter und drüber. Nach den jüngsten Entlassungen von Bernd Hollerbach, ​Heribert Bruchhagen und Jens Todt herrscht auch in der Scouting-Abteilung der Rothosen schlechte Stimmung.


Seit eineinhalb Monaten ist Johannes Spors als Leiter der Scouting-Abteilung in Amt und Würden. Rund um den Hamburger SV ist man bisher zufrieden mit der Arbeit des 35-Jährigen. Laut der Bild kommt es innerhalb der Abteilung nun zum "Machtkampf“. Demnach hat der ehemalige HSV-Profi Michael Schröder "keinen Bock“ auf Spors, da auch Schröder einen Vertrag als Chefscout verfügt.


In diesem Vertrag soll es eine Klausel geben, die sagt, dass Schröder direkt an den Vorstand berichtet. Spors soll nach der Entlassung von Sportvorstand Jens Todt die Planungen für die kommende Saison vorantreiben – zumindest bis ein Nachfolger für den Posten des 

Kaderplaners gefunden ist. Schröder habe indes "keine große Lust“ sich von Spors etwas sagen zu lassen. Dabei poche Schröder auf seinen Vertrag, der ihn mit Spors auf gleicher Ebene stellt.

Kritik an Schröder, der bereits seit 20 Jahren beim HSV tätig ist, gab es in den vergangenen Jahren zuhauf. Frank Wettstein, der als einziger Vorstand der Hamburger noch im Amt ist, will dem Bericht zufolge in der anstehenden Länderspielpause ein klärendes Gespräch mit Schröder führen.


Gerüchte, Schröder hatte auch ein schlechtes Verhältnis zu Spors-Vor­gän­ger Ben­ja­min Schme­des, hielten sich in der Vergangenheit hartnäckig. Schmedes hatte im Dezember die Nase voll und wechselte zum Drittligisten VfL Osnabrück. Gleiches Schicksal soll sich um Spors nicht abspielen. Deshalb will Wettstein in der Länderspielpause die Wogen glätten.