Es ist der Traum jedes Fußballers: Einmal für sein Heimatland an einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Dieser könnte für Jordan Torunarigha in Erfüllung gehen. Der Verteidiger von Hertha BSC ist zwar in Deutschland geboren, ist aber auch in Nigeria verwurzelt. In Russland könnte er für die 'Super Eagles' an den Start gehen.


Für Jordan Torunarigha könnte der Traum von der Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft schon in wenigen Monaten in Erfüllung gehen. Laut der Boulevardzeitung Bild liegt dem Verteidiger eine Offerte des nigerianischen Fußballverbands vor. Diese soll ihm einen Platz im WM-Kader garantieren, sollte sich Torunarigha künftig für Nigeria und gegen Deutschen Fußball-Bund entscheiden.


„Es stimmt. Wir haben so eine Anfrage vom NFF vorliegen“, bestätigt Berater Tomas Zorn. Der ehemalige Bundesliga-Fußballer Gernot Rohr, der seit August 2016 als Nationaltrainer Nigerias fungiert, ist schon seit Monaten darum bemüht, Torunarigha zu überzeugen, künftig für die 'Super Eagles' zu spielen. Der 20-Jährige wurde in Chemnitz geboren und wuchs in Berlin auf. Sein Vater Ojokojo absolvierte zwölf Länderspiele für Nigeria.

Hertha BSC v Hannover 96 - Bundesliga

Nigeria lockt Jordan Torunarigha



​Doch auch beim DFB setzt man auf Torunarigha, der unlängst für die U21-Qualifikationsspiele zur Europameisterschaft gegen Israel (22. 3) und den Kosovo (27.3.) in den Kader nominiert wurde. „Jordan muss auf sein Herz hören. Diese Anfrage ist für ihn eine große Ehre und auch eine Bestätigung seiner tollen Entwicklung“, sagt Zorn. „Aber ich denke, dass sein Weg beim DFB noch nicht zu Ende ist.“


Auch U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz ist von Torunarighas Werdegang beim DFB überzeugt. Der Hertha-Verteidiger sei ein Topspieler, der absolut überzeuge. Er habe einen „tollen linken Fuß“ und seine Entwicklung sei noch lange nicht vorbei. „Ich habe ihn nicht umsonst wieder nominiert.“ BSC-Coach Pál Dárdai meint: „Die WM ist sicher eine große Chance für ihn. Aber vielleicht ist es für die Entwicklung besser, wenn er die U21 beim DFB durchläuft.“