​RB Leipzig hat am Donnerstagabend einen weiteren Meilenstein in der Vereinsgeschichte gesetzt. Mit einem 1:1-Unentschieden in St. Petersburg machten die 'Roten Bullen' den Einzug ins Viertelfinale der Europa League perfekt. In einer über weite Strecken ausgeglichen Partie verpasste Timo Werner in der Schlussphase die Entscheidung und verschoss einen Elfmeter. 



Zenit St. Petersburg - RB Leipzig 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 Jean-Kevin Augustin (22.), 1:1 Sebastian Driussi (45.+1) 



Zenit-Coach Roberto Mancini baute seine Anfangsformation im Vergleich zum 0:0-Unentschieden gegen FK Rostow auf vier Positionen um. Domenico Criscito, Leandro Paredes, Emiliano Rigoni und Aleksandr Kokorin begannen für Emanuel Mammana, Daler Kuzyaev, Magomed Ozdoev und Dmitri Poloz.


Leipzigs Cheftrainer Ralph Hasenhüttl brachte nach dem 0:0-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart vier neue Spieler. Dayot Upamecano, Bruma, Emil Forsberg und Jean-Kevin Augustin ersetzten Ibrahima Konate, Marcel Sabitzer, Ademola Lookman und Yussuf Poulsen.

Die Gäste aus Leipzig verzeichneten in der Anfangsphase deutlich mehr Ballbesitz, konnten daraus allerdings kein Kapital schlagen. St. Petersburg agierte zunächst abwartend und musste bereits in der achten Spielminute das erste Mal auswechseln. Mittelstürmer Kokorin hatte sich bei einem Zweikampf mit Willi Orban verletzt und wurde durch Anton Zabolotny ersetzt. Beide Mannschaften erarbeiteten sich in den ersten 20 Spielminuten einige Standardsituationen, die allerdings kaum Torgefahr erzeugten. Mit der ersten nennenswerten Chance der Partie brachte Augustin die 'Roten Bullen' in Führung. Werner steckte durch auf den Franzosen, der aus der Drehung per Flachschuss zum 0:1 traf (22.). 


Die Russen waren nach dem Gegentreffer um eine Antwort bemüht und agierten fortan offensiver. Paredes setzte einen Freistoß ans Gebälk (26.). Eine Flanke von Yuri Zhirkov erreichte den eingewechselten Zabolotny, dessen unplatziert Abschluss für RB-Keeper Peter Gulacsi kein Problem darstellte (35.). Einige Minuten später war der ungarische Schlussmann erneut zur Stelle und lenkte einen Schuss von Rigoni mit einer sehenswerten Parade über das Tor (44.). Unmittelbar vor der Halbzeitpause gelang dem Gastgeber der Ausgleich. Eine Criscito-Flanke schob Sebastian Driussi am zweiten Pfosten zum 1:1 ein (45.+1). 

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Sebastian Driussi (m.) bejubelt den Ausgleichstreffer mit seinen Teamkollegen


Wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff versuchte sich Rigoni mit einem Schlenzer aus rund 20 Metern, den Gulacsi mühelos entschärfte (47.). Nach einer schönen Kombination mit Bruma legte Werner für Forsberg ab, dessen Schuss im letzten Moment geblockt wurde (50.). Leipzig hatte in der Folgezeit zwar mehr vom Spiel, ließ im letzten Drittel jedoch häufig die nötige Präzision vermissen. Einem Treffer von Zabolotny wurde wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung zu Recht verweigert (68.). In der Schlussviertelstunde erhöhten die Hausherren den Druck und warfen noch einmal alles nach vorne. 

Die Hasenhüttl-Elf versuchte mit Kontern immer wieder für Entlastung zu sorgen. Paredes (76.) und Bruma (80.) verfehlten mit ihren Distanzschüssen das Ziel deutlich. Werner ließ die große Chance zur Entscheidung liegen. Der Nationalspieler wurde im Strafraum von Miha Mevlja gefoult, was einen Strafstoß zur Folge hatte. Der Mittelstürmer übernahm selbst die Verantwortung, scheiterte jedoch an Andrey Lunev (82.). 


Auf der Gegenseite setzte Criscito einen Kopfball neben das Tor (85.). In der fünfminütigen Nachspielzeit hatte der eingewechselte Dmitri Poloz bei einem Kopfball sein Visier zu hoch eingestellt (90.+2). Die letzte Aktion der Partie gehörte Bruma, der aus spitzem Winkel in Lunev seinen Meister fand (90.+5).