Am Samstag kämpft der HSV gegen Hertha BSC um die finale aller letzten Chancen. Bleibt es bei der Sieglos-Serie, wäre die zaghafte Aufbruchsstimmung unter Interimscoach Christian Tietz gleich wieder futsch - und der Abstieg wohl besiegelt. Ein Erfolgserlebnis könnte die Hoffnungen dagegen noch einmal kräftig schüren. Mit Albin Ekdal und Nicolai Müller kommen nach der Länderspielpause zudem zwei wichtige Spieler zurück.  


​Der Titz-Plan des Hamburger SV: Ein neuer Trainer, der den Konkurrenzkampf einheizt, für Aufbruchsstimmung sorgt und mit ​veränderter Spielidee die Hoffnungen auf den Klassenerhalt schürt. Vier Tage hat der Interimscoach dafür Zeit, bevor am Samstag im Heimspiel gegen die Hertha (15.30 Uhr) sein Bundesliga-Debüt folgt.


Gleich 33 Spieler versammelte Christian Titz dazu auf dem Trainingsplatz. "Wir wollten unter anderem auch andere Impulse, andere Typen - auf dem Platz und in der Kabine. Es ist eine neue Kommunikation entstanden und ein Konkurrenzkampf. Jeder hat sich reingehangen", erläuterte er auf der Pressekonferenz vor dem Hertha-Spiel seine Maßnahme. Am heutigen Donnerstag sollte die ​Trainingsgruppe eigentlich auf 22 Akteure reduziert werden.

Diesen Plan hat der 46-Jährige aber schnell wieder verworfen. Auch am Donnerstagvormittag standen 30 Feldspieler auf dem Trainingsplatz. "Jeder Spieler, ob er nun im Kader steht oder nicht, wird weiter bei uns trainieren. Den 18er-Kader gebe ich erst nach dem Abschlusstraining bekannt", erklärte Titz seinen Sinneswandel.

So oder so, der HSV ist gegen Hertha BSC zum Siegen verdammt, um "noch einmal vieles herumreißen" zu können. Sollte am Samstag der erste Sieg seit November 2017 gelingen, hätte Titz etwas Zeit, in der folgenden Länderspielpause an seiner Spielidee zu arbeiten. Erst am 31. März geht es dann weiter mit dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart.

Dann könnten auch zwei wichtige Säulen wieder eine Option sein. Dauerpatient Albin Ekdal trainiert derzeit noch individuell auf dem Platz, will nach Angaben der MoPo aber im Verlauf der internationalen Pause wieder ins Teamtraining einsteigen. Gleiches gilt für Flügelstürmer Nicolai Müller, der seit seinem Kreuzbandriss am ersten Spieltag schmerzlich vermisst wird.