Bleibt er doch? Der Abschied von Dennis Diekmeier galt eigentlich schon als abgemacht. Nach acht Jahren beim HSV konnte sich der Rechtsverteidiger mit dem Dino nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. Diekmeier hatte eine langfristige Laufzeit gefordert, die ihm Ex-Sportchef Jens Todt nicht bieten wollte. Die neue HSV-Führung könnte diese Entscheidung nochmals überdenken.


​Seit 2010 trägt Dennis Diekmeier die Raute auf der Brust. Damals kam der 28-Jährige vom 1. FC Nürnberg an die Elbe und erlebte in der Folge die Abwärtsspirale beim Hamburger SV hautnah mit. Im Sommer läuft Diekmeiers Vertrag aus - nach den ​gescheiterten Verhandlungen um eine Verlängerung gilt der Abschied des Rechtsverteidigers als beschlossen.


Der HSV legte Diekmeier vor rund drei Wochen ein Angebot für zwei weitere Jahre vor, inklusive Gehaltserhöhung. Der 28-Jährige hatte dieses allerdings abgelehnt. Diekmeier hatte auf eine Laufzeit von mindestens drei Jahren gehofft - wollte seine Karriere eigentlich beim HSV beenden. 


Unter Markus Gisdol war er in der laufenden Saison auf der rechten Abwehrseite gesetzt und einer der wenigen Lichtblicke in einem insgesamt enttäuschenden HSV-Team. Bei Bernd Hollerbach hatte er in den letzten Wochen allerdings seinen Stammplatz verloren, rutschte bei der 0:6-Klatsche in München wieder in die Startelf und wurde vom Ex-Coach nach nur 24 Minuten vom Feld genommen. Nach dem erneuten Wechsel auf der Trainerbank könnte Diekmeier unter Christian Titz aber eine neue Chance erhalten. Der HSV-Interimscoach will auf offensiven Fußball setzen.

Und auch sein eigentlich schon beschlossener Abgang könnte nochmals überdacht werden. Die ​MoPo will erfahren haben, dass Diekmeier zwar einige Angebote aus dem In- und Ausland mit der gewünschten Vertragslaufzeit vorliegen, abgeschlossen seien die Gespräche aber noch nicht. Ungeachtet der sportlichen Zukunft des Klubs könnte der HSV die Entscheidung des geschassten Sportchefs Jens Todt noch einmal überdenken und Diekmeier eine neue, langfristigere Offerte vorlegen.


Entscheiden müssten das Kaderplaner Johannes Spors und Direktor Sport Bernhard Peters. Thomas von Heesen ist nicht in die Planungen der kommenden Saison involviert.