Lionel Messi Superstar. Im Champions-League-Duell gegen den FC Chelsea macht der kleine Argentinier für Barça mal wieder den Unterschied aus. Nach seinem 100. Tor in der Königsklasse wird er von allen gefeiert. Chelsea-Coach Antonio Conte verwandelt sich dabei in Pep Guardiola. Messi selbst bleibt dagegen bescheiden.


Es war die Messi-Show beim ​3:0-Sieg des FC Barcelona gegen den FC Chelsea im Achtelfinal-Rückspiel der Königklasse. Treffer Nummer vier in der laufenden Champions-League-Saison war das schnellste Tor, das Messi jemals erzielte. Nach exakt 128 Sekunden war der Argentinier zur Stelle und brachte sein Team in Führung. 

Das 2:0 für die Katalanen legte Messi dann zum Premierentreffer von Ousmane Dembélé mustergültig auf, bevor er nach gut einer Stunde die nächste Schallmauer durchbrach. Sein Tor zum 3:0-Endstand war Messis 100. Treffer in der Champions League - keine elfeinhalb Jahre nach seinem ersten Erfolgserlebnis am 2. November 2005 gegen Panathinaikos Athen. 123 Spiele brauchte der 30-Jährige dafür - 14 weniger als Dauerrivale Cristiano Ronaldo.

"Es ist mir eine Ehre, die einhundert Tore in diesem schönen und wichtigen Wettbewerb erreicht zu haben", freute sich Messi nach der Partie. Wichtiger war für ihn aber der Einzug ins Viertelfinale in einem "wirklich harten Spiel, gegen ein starkes Team".


Alle schwärmen von Messi


Barças Superstar wurde nach seiner nächsten Glanzleistung von allen Seiten mit Lob überhäuft. "Unsere Stürmer machen den Unterschied. Und Leo hat einmal mehr gezeigt, dass er der Beste der Welt ist", meinte Linksverteidiger Jordi Alba zur Leistung seines Kollegen. Barça-Kapitän Andrés Iniesta befand Ähnliches: "Messi macht den Unterschied in jedem Spiel. Es ist für uns und den Klub ein Segen, dass er hier ist."

Ernesto Valverde freute sich, dass Messi die Verantwortung für sein Team wahrnehme. "Wir wissen, er ist eine Garantie", sagte der Trainer der Katalanen. "Wir genießen es einfach ihn spielen zu sehen."

Chelsea-Coach Antonio Conte konnte das wohl eher nicht. Dennoch hob der Italiener Messi auf der Pressekonferenz nach dem Spiel in den Himmel: "Er ist richtig einen super, super, Top-Spieler anzuerkennen. Wir reden über einen Spieler, der in der Lage ist jede Saison 60 Tore zu erzielen. Wir reden über einen außergewöhnlichen Spieler. Den besten auf der Welt", kam er in bester Pep-Guardiola-Rhetorik nicht mehr aus dem Schwärmen heraus.

34 Tore hat Messi in der laufenden Saison bereits erzielt. Ob des vielen Lobes blieb er bescheiden und gab warme Worte an die Blues und ihren Trainer zurück. Conte sei der Coach "eines großartigen Teams, voll mit Spielern, die den Unterschied ausmachen können", so Messi. Sprechen wollte er lieber über das Spiel seiner Mannschaft und weniger über sich selbst. "So früh getroffen zu haben bedeutete, dass wir das Spiel kontrollieren konnten. Aber wir haben uns nicht sicher gefühlt, bis wir das dritte Tor erzielt haben. Bis dahin mussten wir hart kämpfen und leiden, um diesen für das Team so wichtigen Schritt ins Viertelfinale zu gehen."