​Noch vor wenigen Wochen sorgte das Abstiegsgespenst in Stuttgart für Angst und Schrecken. Nach den anhaltenden Erfolgen zuletzt will Trainer Tayfun Korkut zwar noch immer nicht von einem gesicherten Klassenerhalt sprechen, Verteidiger Emiliano Insua wirft dennoch bereits einen Blick auf die internationalen Plätze.


Vor dem 27. Spieltag stehen die Schwaben auf dem 10. Tabellenplatz. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt aktuell neun Punkte, der Abstand zum 7. Rang, der in dieser Saison aufgrund der Konstellation im DFB-Pokal für die Europa-League-Qualifikation ausreichen würde, hingegen nur vier Zähler.

In einem Gespräch mit der BILD sagte der argentinische Linksverteidiger zwar, dass es zunächst darum ginge, den Klassenerhalt klar zu machen, seine internationale Ambitionen behielt er dennoch nicht für sich. "Wir haben eine Chan­ce, uns für die Eu­ro­pa Le­ague zu qua­li­fi­zie­ren. Es ist mein Traum, und ich hoffe auch der Traum von vie­len hier beim VfB, dass wir ver­su­chen, die­sen gro­ßen Klub wie­der nach Eu­ro­pa zu füh­ren", so der 29-Jährige. 


Dabei zieht der fünffache argentinische Nationalspieler viel Vertrauen aus der Erfolgsserie der letzten Wochen, bei der der VfB in sechs Spielen 14 Punkte holen konnte: "Wenn wir es wei­ter so gut ma­chen wie zu­letzt, be­steht diese Mög­lich­keit. Ich weiß aber auch, dass noch ei­ni­ge schwe­re Spie­le be­vor­ste­hen. Es liegt an uns."


Die Leistungssteigerung der Stuttgarter ist für den Linksfuß eindeutig mit dem Trainerwechsel verbunden. In den letzten Wochen unter Ex-Trainer Hannes Wolf habe man "keine Stabilität reinbekommen". Durch den neuen Trainer Tayfun Korkut seien "positive Energien" freigesetzt worden und auch die Umstellung auf ein 4-4-2-System habe der Mannschaft gut getan.

Der Vertrag des ehrgeizigen Südamerikaners beim Aufsteiger läuft im Sommer aus. Er selbst würde "gerne noch mal für zwei Jahre ver­län­gern". Dabei wisse er jedoch auch, dass es nicht seine alleinige Entscheidung sei. "Der Klub muss es auch wol­len. Ich hoffe, wir fin­den einen ge­mein­sa­me Lö­sung", so Insua weiter. 


Die Chancen auf eine längere Zusammenarbeit stehen aktuell ziemlich gut. Sportvorstand Michael Reschke bestätigte gegenüber der BILD, dass man mit den Leistungen des Routiniers sehr zufrieden sei und man "s
o­bald die Län­der­spiel-Pe­ri­ode An­fang April be­en­det ist", weitere Gespräche einleiten wird.