Mit 85,2 Prozent abgewehrter Bälle ist Rune Jarstein im bisherigen Verlauf der Rückrunde der Top-Keeper der Bundesliga. Der Stammakteur von Hertha BSC fühlt sich in Berlin nicht nur rundum wohl, sondern kann sich auch eine weitere Zusammenarbeit über sein Vertragsende 2019 sehr gut vorstellen.


Mit 31 Gegentoren gehört Hertha BSC zu den Mannschaften mit der sichersten Defensivreihe. Großen Anteil, dass die Berliner im zweiten Teil der Saison mit nur sechs Gegentreffern den Topwert der Bundesliga vorzuweisen haben, hat Ballfänger Rune Jarstein. Nach vier sieglosen Spielen in Folge rutschte die Alte Dame inzwischen jedoch auf den elften Rang der Tabelle ab.


„Wir sollten sie nicht schlechtreden“, sagt Jarstein im kicker auf den Verlauf der Saison angesprochen. „Unser Ziel war ein Top-10-Platz. Aktuell sind wir Elfter. Ich hoffe, dass wir noch etwas nach oben klettern können.“ Mit 33 Jahren ist der Norweger der älteste Stammkeeper der gesamten Liga. Trotz seines gehobenen Alters fühlt sich Jarstein topfit.

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Schnapp und fang: Rune Jarstein gehört zu den besten Bundesliga-Keepern



Er fühle sich wie 20 und spüre sein Alter kein bisschen, sagt der Herthaner. Er habe sich nie beweglicher gefühlt. Großes Lob verteilt Jarstein an seinen täglichen Trainingspartner: „Die Arbeit mit unserem Torwarttrainer Zsolt Petry bringt mich enorm weiter. Ich bin ein ruhiger Typ im Tor.“ Jede Bundesliga-Saison helfe ihm dabei, ein noch besserer Torhüter zu werden.


Seit Januar 2014 steht Jarstein in Berlin unter Vertrag. ​Anfangs musste sich der Routinier noch der damaligen Nummer eins Thomas Kraft geschlagen geben. Inzwischen gehört Jarstein aber zu den sichersten Rückhalten der gesamten Bundesliga. Sein Vertrag an der Spree endet am 30. Juni 2019. Bei der Hertha wird er wohl seinen letzten großen Kontrakt unterzeichnen.


„Ich hoffe, dass es auch danach für mich in Berlin weitergeht.“


Mit dann 34 Jahren geht Jarstein in seine letzten Jahre als Fußballprofi, die er gerne beim Hauptstadtklub verbringen möchte. „Ich hoffe, dass es auch danach für mich in Berlin weitergeht.“ Einen möglichen Wechsel nach England hat der 50-fache Nationalspieler mittlerweile zu den Akten gelegt. „Ich bin hier zur richtigen Zeit am richtigen Ort und will mein Niveau halten, bis ich 40 bin. Die Beispiele Zoff oder Buffon zeigen, dass das geht.“