Um Salif Sané ranken sich schon seit über einem halben Jahr Wechselgerüchte. Dass der Franzose mit senegalesischen Wurzeln im Sommer Hannover 96 mittels Ausstiegsklausel verlässt, scheint immer wahrscheinlicher. Als möglicher Ersatz für die Abwehrkante wird Marc-Oliver Kempf gehandelt.


Stolze 72,3 Prozent seiner Zweikämpfe entschied Salif Sané in dieser Saison für sich. Damit ist der Verteidiger mit Naldo (Schalke 04) bundesweit der zweikampfstärkste Abwehrmann. Auf der Empore nebenan strahlt mit 82,1 Prozent gewonnener Luft-Zweikämpfe der überragende Wert in der Bundesliga. Doch bei Hannover 96 macht man sich zu Recht Sorgen um die Zukunft seines Ausnahmeverteidigers.

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Marc-Oliver Kempf (r.) steht im 96-Visier


Zwar steht Sané am Maschsee noch bis 2020 unter Vertrag. Im kommenden Sommer darf der in Frankreich aufgewachsene Nationalspieler des Senegals aber Hannover für festgeschriebene neun Millionen Euro verlassen. Auf der Beobachtungsliste steht Sané laut kicker bei Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach und Schalke 04. Zudem ist das Interesse von den Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg, Hertha BSC und dem 1. FC Köln ​sowie Klubs aus der Premier League schon lange bekannt.


Kempf als Alternative für die Abwehr


Josip Elez kam im vergangenen Winter-Transferfenster als mögliche Alternative für die Innenverteidigung. Zuletzt stand der 23 Jahre alte Kroate aber nicht mal mehr im 96-Kader. Als weitere Option bringt das Fachmagazin Marc-Oliver Kempf ins Spiel, der bereits im November thematisiert wurde. Kempfs Arbeitspapier beim SC Freiburg läuft nach der Saison aus, ​eine Verlängerung hat er bereits ausgeschlagen. Aufgrund von langwierigen Muskelbeschwerden kommt der U21-Nationalspieler bisher nur auf acht Liga-Einsätze.