​Bei der 2:3-Pleite in Dortmund saß Gelson Fernandes wieder einmal über die volle Spielzeit auf der Bank. Der Schweizer findet nur schwer in die erste Elf, will sich vom Konkurrenzkampf bei Eintracht Frankfurt aber nicht unterkriegen lassen.


"Gegen Hannover stand ich in der Startelf, und wir haben gewonnen", erinnerte sich Fernandes in einem Interview mit vereinseigenen Medien. "Natürlich hofft man dann, dass man in der kommenden Woche wieder von Beginn an dabei ist. Aber ich bin erfahren genug, um zu wissen, dass der Trainer seine Gründe hat. Deshalb ist das kein Problem. Wichtig ist es, dass ich immer hart arbeite und ein Vorbild für die jüngeren Spieler bin. Ich bin hier, um der Mannschaft und dem Verein zu helfen. Nur gemeinsam können wir unsere Ziele erreichen. Das will ich vorleben."

Die Eintracht hat einen enorm großen Kader, was den Hessen dazu verhalf, in die obere Tabellenregion vorzudringen: "Und das ist etwas sehr Positives. Denn wenn sich jemand mal nicht so fit fühlt, dann drängen von hinten immer wieder neue Spieler nach. Jeder will sich zeigen. Spieler wie Blum und Jovic zuletzt, aber auch da Costa und de Guzman, sind da beste Beispiele. Das kann ein großer Vorteil in den letzten Wochen der Saison sein."


Der Nachteil ist jedoch die geringe Spielzeit für die jeweiligen Spieler. Fernandes wechselte im Sommer von Stade Rennes an den Main und absolvierte seither nur 15 Bundesligaspiele. Wie jeder Nationalspieler hat auch der Eidgenosse in dieser Rückrunde die anstehende Fußball-WM in Russland im Blick. Für Fernandes stellt die geringe Spielpraxis jedoch kein Hindernis dar: "Ich spiele in einer Mannschaft, die Erfolg hat", so der 64-fache schweizerische Nationalspieler. "Ich trainiere hart und der Nationaltrainer weiß das. Ich habe keinen besonderen Druck."