​In den zwei Jahren unter Thomas Tuchel zählte Julian Weigl zu den absoluten Leistungsträgern bei Borussia Dortmund. Unter Peter Bosz aber wirkte der Nationalspieler auf dem Platz völlig verloren. Seit dem Amtsantritt von Peter Stöger fand Weigl zwar langsam wieder in die Spur, von der Form vergangener Tage ist aber bis heute nichts zu sehen. Doch was besagt ein altes Sprichwort? Man muss auch mal einen Schritt zurück gehen, um zwei nach vorne zu machen.


"Danke für die tolle Unterstützung heute", twitterte der Mittelfeldmann nach dem Sieg über Eintracht Frankfurt und fügte an: "Für mich persönlich heißt es weitermachen. Es kann nicht immer nur bergauf gehen." Nach einer starken ersten Hälfte des BVB kam Weigl nach der Pause für den gelb-rot-gefährdeten Mo Dahoud in die Partie und das Spiel der Borussia brach zusammen. Dies ist zwar nicht allein auf Weigl zurückzuführen, allerdings trägt das sicherlich nicht dazu bei, dass der Kreativspieler mit dringend benötigtem Selbstbewusstsein ausgestattet wird.



Coach Peter Stöger ist sich dieses Problems bewusst: "Es ist jetzt keine Mannschaft, die vor Selbstbewusstsein strotzt", betonte der Österreicher am Rande des BVB-Trainings gegenüber den Ruhr Nachrichten. "Das hat mit der großen Erwartungshaltung hier in Dortmund zu tun. Die Frage ist, ob die Jungs das momentan so erfüllen können. Wir stehen massiv in der Kritik, obwohl wir seit Mitte Dezember kein Meisterschaftsspiel mehr verloren haben. Einige können damit umgehen, andere denken darüber nach. Ich glaube Julian gehört zu der Kategorie, die darüber nachdenkt." Der Tweet von Julian Weigl scheint Stöger Recht zu geben.