​Das Hinspiel im Achtelfinale der Champions League gegen Besiktas Istanbul hat der FC Bayern München mit 5:0 gewonnen. Für das Rückspiel erwartet Bayern-Trainer Jupp Heynckes dennoch eine konzentrierte Leistung seiner Spieler. Auch Thomas Müller stellte sich auf der heutigen PK den Fragen der Journalisten und erwartet einen heißen Tanz in der Türkei.


Zuletzt hatte Jupp Heynckes trotz der überzeugenden Ergebnisse des Rekordmeisters noch Steigerungspotenzial bei seiner Mannschaft gesehen. Thomas Müller teilte auf der Pressekonferenz diese Ansicht und betonte, dass es um die "Effizienz in allen Bereichen" gehe.


Müller zeigt Verständis für Mertesacker


Der ehemalige Nationalspieler Per Mertesacker hatte sich zuletzt in einem Interview mit dem Spiegel sehr offen über seine Probleme beim Umgang mit Drucksituationen im Profibereich geäußert. Müller pflichtete seinem ehemaligen Teamkollegen in der DFB-Elf bei und sagte, er könne "die Gefühle, die er beschreibt, zumindest in einigen Phasen der Karriere nachvollziehen."

Für das Spiel am Mittwoch erwartet der 28-Jährige eine lautstarke Kulisse. "Dem Stadion eilt ein besonderer Ruf voraus", so der DFB-Nationalspieler. Man wolle aber dennoch ein gutes Spiel zeigen und "kein Wunder zulassen."


Heynckes setzt auf akribische Vorbereitung


Auch der Cheftrainer nimmt den türkischen Gegner im Rückspiel keineswegs auf die leichte Schulter und will das Niveau beim Rekordmeister weiter hoch halten: "Wir dominieren die Bundesliga, gehen unsere Spiele trotzdem sehr gewissenhaft an. Es sind immer Abläufe und Inhalte, die man perfektionieren kann. Wenn man auf absolute Topgegner trifft, muss man vorbereitet sein."


In Sachen Einstellung macht sich der Trainer trotz des Kantersiegs im Hinspiel keine Sorgen: "Ich habe sehr viele erfahrene Spieler. Du musst immer hochprofessionell ins Spiel gehen, das erwarte ich von meiner Mannschaft."

Ein Sonderlob erhielt ​Franck Ribery von dem 72-Jährigen: "Die Leistung gegen Hamburg ist als überragend zu bewerten, weil er vorher zwei Wochen krank war." Er habe bereits vor dem Hinspiel gesagt, dass der Franzose ein ganz wichtiger Spieler für ihn sei. "Das wird er auch in den kommenden Wochen zeigen", so Heynckes.


Aufstellung noch offen


In Sachen ​Aufstellung ließ sich der erfahrene Fußballlehrer nicht in die Karten schauen. Unabhängig von den Namen sei es jedoch wichtig, "die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive zu finden."


Arjen Robben bleibt aufgrund von leichten Beschwerden zuhause in München. Die Gefahr einer Muskelverletzung sei zu groß. James Rodriguez und Thiago sind hingegen wieder eine Option für die Startelf.

Heynckes: "Weiß, was ich will"


Zum ewigen Thema einer möglichen Weiterbeschäftigung über die Saison hinaus und die Kommunikation mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge ließ sich der Trainer nicht locken und verkündete: "Ich neige nicht dazu die Aussagen von Rummenigge und Hoeneß zu kommentieren. Ich weiß, was ich will und was ich tue. Dann warten wir ab, was verkündet wird."