​Matthias Ginter hat sich nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu Borussia Mönchengladbach auf Anhieb zum Stammspieler und Leistungsträger entwickelt und stand in der laufenden Saison in allen Pflichtspielen der "Fohlen" über die volle Distanz auf dem Platz. Auch wenn es mit der Elf vom Niederrhein am Saisonende womöglich nicht für das internationale Geschäft reichen könnte, bereut der DFB-Nationalspieler seine Entscheidung und seinen Abgang vom BVB nach wie vor nicht. 


Matthias Ginter ist unter Trainer Dieter Hecking nicht mehr wegzudenken aus der Defensivzentrale der Gladbacher und gehört zu den absoluten Säulen am Niederrhein. Mit seinen vier Saisontoren ist er zudem aktuell sogar der torgefährlichste Abwehrspieler seiner Mannschaft. Mit seinen konstant Leistungen wäre auch eine Nominierung in den WM-Kader des Weltmeisters von Bundestrainer Joachim Löw im Sommer wohl alles andere als eine Überraschung. 


Zwar gilt Ginter in der Innenverteidigung aufgrund der großen Konkurrenz um Jerome Boateng, Mats Hummels, Jonathan Tah, Antonio Rüdiger oder Shkodran Mustafi nicht unbedingt als erste Wahl, war in der Vergangenheit allerdings regelmäßig mit dabei und enttäuschte bei seinen Einsätzen nur äußerst selten bis gar nicht. Zudem kann der gebürtige Freiburger im Gegensatz zu seinen Konkurrenten auch als Rechtsverteidiger sowie als Abräumer im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden, was möglicherweise ein entscheidender Vorteil sein könnte.


Borussia Moenchengladbach v Hamburger SV - Bundesliga

Kommt mit seinen 24 Jahren bereits auf 163 Bundesligaspiele: Gladbach-Verteidiger Matthias Ginter



"Ich denke auch, dass man gerade zuletzt gesehen hat, dass ich in Gladbach einen klaren Schritt in Richtung Führungsspieler gemacht habe", erklärte der 24-Jährige im Interview mit den Ruhr Nachrichten und sieht sich in einer guten Ausgangsposition im Kampf um die Kaderplätze für das große Turnier im Sommer in Russland. 


Dabei habe auch der Wechsel von der schwarz-gelben Borussia zur Borussia am Niederrhein eine wichtige Rolle gespielt, wie er verriet. "Der Schritt nach Gladbach hat mir wahnsinnig gut getan", so Ginter, der im vergangenen Sommer für die vereinsinterne Rekordablöse von 17 Millionen Euro aus Dortmund gekommen war und den Wechsel bis heute nicht bereut. Sein Vertrag beim aktuellen Tabellenneunten der Bundesliga läuft noch bis Sommer 2021.