​Tennisbälle, leere Ränge und nun Trillerpfeiffen. Die Fußball-Fans versuchen derzeit alles, um das Montagabendspiel möglichst unangenehm zu gestalten. Dumm nur, wenn man mit dem Protest der eigenen Mannschaft schadet. So geschehen gestern Abend im Bremer Weserstadion.


Es war ein denkbar wichtiger Sieg für Werder Bremen. Nach dem 3:1-Erfolg über den 1. FC Köln holte man weitere drei Punkte gegen den Abstieg. Einige Fans der Werderaner halfen nicht gerade und brachten ihre Spieler auf die Palme: "Die Stimmung war insgesamt sehr gut, deutlich besser als ich sie erwartet hätte, aber die Pfiffe der Trillerpfeifen waren irritierend", betonte Torschütze Maxi Eggestein nach der Partie. "Vor allem bei den vereinzelten Pfiffen in ruhigen Phasen dachte ich ständig ‚Was war denn nun wieder?‘" 



Viele Spieler vermuteten hinter diesen Pfiffen eine Spielunterbrechung seitens des Schiedsrichters. Doch auch nach mehrfacher Ermahnung des Stadionsprechers stellten die Fans des penetrante Gepfeiffe nicht ein: "Die Trillerpfeifen habe ich während des Spiels nicht wahrgenommen", erklärte Milos Veljkovic. "Als wir in der Halbzeitpause waren und wieder aus der Kabine gekommen sind, war das schon ein Faktor, der einen beeinflusst in der Vorbereitung auf die zweite Halbzeit."



Auch Coach Florian Kohfeldt waren die Trillerpfeifen ein Dorn im Auge: "Die Trillerpfeifen waren allerdings keine gute Idee, sie waren spielbeeinflussend und sehr störend. Ich bin froh, dass keiner in einer entscheidenden Situation stehengeblieben ist und gedacht hat, es wäre Abseits."


Lediglich einer ließ sich von der ungewöhnlichen Atmosphäre nicht aus der Ruhe bringen. Max Kruse hatte nur lobende Worte für das Publikum übrig: "Ich habe die Stimmung nicht als merkwürdig empfunden. Die Fans haben uns auch heute toll unterstützt."