​Mit 3:1 schlug der SV Werder Bremen am gestrigen Montagabend im Kellerduell den 1. FC Köln und konnte den Abstand auf den Relegationsplatz nun auf neun Punkte ausbauen. Mit dem Abstieg haben die Bremer also nun vorerst nichts mehr zu tun. Ein Erfolgsgarant für den Sieg am Montag war Winter-Neuzugang Milot Rashica.


In der vergangenen Winterpause reagierte Manager Frank Baumann und kaufte ein. So holte der frühere Profi unter anderem Milot Rashica von Vitesse Arnheim. Für den Flügelstürmer legte Werder rund 7 Millionen Euro auf den Tisch. Viel Geld, wenn man bedenkt, dass Rashica gegen Köln erst zu seinem dritten Einsatz kam. Doch gestern konnte er unter anderem beweisen, warum ihn die Grün-Weißen holten.


Heimdebüt und Debüttreffer


Nur fünf Minuten nach dem Kölner Ausgleichstreffer durch Yuya Osako konnte Milot Rashica eine überragende Vorarbeit von Florian Kainz zum zwischenzweitlichen 2:1 für den SVW verwerten. Es war das erste Tor für den Nationalspieler des Kosovos im Trikot von Werder Bremen - und das bei seinem ersten Einsatz vor heimischem Publikum.


Eigentlich hätte der 21-Jährige zunächst auf der Bank platz nehmen sollen, rückte dann jedoch nach dem Aufwärmen für Philipp Bargfrede, der sich beim Warmmachen übergeben musste, in die Startelf. Diese Chance, die sich dadurch für Rashica ergab, wurde mit einem starken Auftritt genutzt. Die meisten Torschüsse, die wenigsten Fehlpässe, konsequentes Arbeiten auf beiden Flügeln, Dribblings und enorme Schnelligkeit: Sein ganzes Können zeigte Rashica gegen die Rheinländer.


Trainer Florian Kohfeldt, der laut des Neuzuganges seinem Schützling vor der Partie sogar noch einen Treffer vorausgesagt habe, weiß genau, welche Fähigkeiten sein Spieler besitzt. "Milot muss noch mehr verstehen, welche Waffe er mit seiner Schnelligkeit hat. Es ist ein Element, das wir so nicht haben", so Kohfeldt. "Das Tor und seine gute Leistung freuen mich sehr für ihn, da es in den letzten Tagen schon unruhig um ihn wurde. Wir sind überzeugt davon, dass er uns weiterhilft und heute hat er das eindrucksvoll unter Beweis gestellt."


Kurz vor dem Tor sollte Rashica ausgewechselt werden


Sein Treffer wäre jedoch beinahe gar nicht erst zu Stande gekommen, denn 60 Sekunden vor dem Tor zum 2:1 sollte Rashica ausgewechselt werden. Ishak Belfodil stand bereits für die Einwechslung bereit. "Uns fehlte im Zentrum etwas die Präsenz, außerdem hatte Milot uns ein Zeichen gegeben, dass nicht mehr viel geht", erklärte Coach Kohfeldt.


Seine individuelle Klasse konnte der Kosovare nun unter Beweis stellen, doch es gibt noch einige Punkte, in denen er sich in den kommenden Spielen steigern muss. Unter anderem im Spiel nach hinten wird der 21-jährige Offensivspieler einige Schippen drauflegen müssen. Zudem hapert es noch in der Abstimmung mit der restlichen Mannschaft. Daran wird das Trainerteam mit Rashica arbeiten - jedoch machte das Spiel am Montag Abend bereits Lust auf mehr.