Die Verantwortlichen des Hamburger SV haben nach der enttäuschenden 0:6-Niederlage gegen den FC Bayern München personelle Konsequenzen gezogen. Am Montag gaben die Hanseaten die ​Entlassung von Bernd Hollerbach offiziell bekannt. Der Cheftrainer war gerade einmal sieben Wochen im Amt. Finanzvorstand Frank Wettstein äußerte sich auf einer Pressekonferenz zum erneuten Trainerwechsel.


"Die Entwicklung in den letzten Wochen war sicherlich nicht so, dass Bernd Hollerbach vor Selbstvertrauen strotzen kann", erklärte Wettstein. "Nichtsdestotrotz hat Bernd Hollerbach glaube ich alles gegeben." Unter der Regie von Hollerbach, der während seiner aktiven Laufbahn achteinhalb Jahre lang für den HSV auflief, blieben die Hanseaten in sieben Partien sieglos. "Für uns war in der Entscheidung wichtig, dass wir einen Impuls setzen, der noch einmal Energie für die verbleibenden acht Spiele freisetzt", begründete der Finanzvorstand den erneuten Trainerwechsel. "Da sehen wir bessere Erfolgschancen in der jetzigen Kombination." 

FC Bayern Muenchen v Hamburger SV - Bundesliga

Bernd Hollerbach musste nach nur sieben Wochen seinen Hut nehmen



Bis zum Saisonende wird der bisherige U23-Coach Christian Titz das Kommando übernehmen. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt haben die Hanseaten noch nicht aufgegeben. "Das Projekt heißt aktuell Klassenerhalt und nicht Wiederaufstieg und dem verschreiben wir uns hier. Deswegen setzen wir alle Energie noch einmal in diese acht Spiele", stellte der Funktionär klar. Hollerbach sei über seine Entlassung "natürlich sehr enttäuscht" gewesen. "Er hätte sich sicherlich etwas anderes gewünscht. Er hat aus großer Verbundenheit zum HSV agiert. Ich habe ihm meinen persönlichen Dank und auch den des Klubs ausgesprochen", gab Wettstein zu Protokoll. 

Der Finanzvorstand ist davon überzeugt, dass Titz der Mannschaft noch einmal "neue Impulse verleihen" wird:  "Er wird sicherlich viele Dinge auf den Prüfstand stellen, aber auch die Spieler noch einmal anders und neu ansprechen können, sodass wir große Hoffnung haben, dass wir gegen Berlin einen deutlichen verbesserten Auftritt hinlegen können." Am kommenden Samstag hat der HSV den Hauptstadtklub zu Gast.