​Der 1. FC Köln kann langsam aber sicher für die zweite Liga planen. Auch gegen den Mitkonkurrenten Werder Bremen kassierte der Klub vom Dom eine unnötige Niederlage. Zwar waren die Werderaner in allen Belangen überlegen, allerdings hätten die Kölner bei besserer Chancenverwertung trotzdem mindestens einen Punkt aus dem Weserstadion entführen können. Doch kollektive Fehler führten zu einer weiteren Niederlage, welche den Traum vom Klassenerhalt in weite Ferne verschlug.


Spielerisch war Werder Bremen den Kölnern über die voll Distanz überlegen. Allerdings hielten die Bremer den FC lange in der Partie, sodass das Tabellenschlusslicht durchaus die Chance hatte, ein Remis oder gar einen Sieg einzufahren. 


"Eigentlich waren wir da gut im Spiel. Aber so einfache Gegentore töten dich dann. Dann ist es natürlich schwierig zurückzukommen. Das ist wie verhext. Wir haben die Chance wieder nicht genutzt", resümierte Innenverteidiger Dominique Heintz die Partie (via Geissblog.Koeln), der die Schuld jedoch auch bei Schiri Benjamin Brand suchte: "Beim 0:1 wurden Jonas und ich ganz klar geblockt. Delaney ist voll in meinen Laufweg gekommen. Der Schiedsrichter hatte eigentlich freie Sicht auf mich und hat das gesehen."


Doch es war nicht der Unparteiische, der dem 'Effzeh' letztlich die erneute Niederlage bescherte. Es war vielmehr das erneute Kollektiv-Versagen der Truppe von Stefan Ruthenbeck. Massenhafte individuelle Fehler, fehlende Konsequenz beim Abschluss und mangelnde Konzentration führten zur verdienten Pleite. Symptomatisch, dass Rückkehrer Claudio Pizarro noch einer der auffälligsten Kölner war. Doch auch die Bremer Vereinslegende hatte Schuld an der Niederlage, hätte der Peruaner doch mindestens eine der hochkarätigen Chancen nutzen müssen.

SV Werder Bremen v 1. FC Koeln - Bundesliga

Pizarro war gegen die alte Liebe glücklos im Abschluss



"Claudio vergibt dann eine Chance, die er eigentlich im Schlaf macht", meinte auch Keeper Timo Horn. "Wir müssen die Spiele einfach früher in die Hand nehmen, ohne Angst zu haben Fehler zu machen. Wir haben uns von der Laufstärke und Aggressivität der Bremer ein bisschen beeindrucken lassen. Wir dürfen uns auch nicht so viele Phasen erlauben, in denen wir so passiv sind."


Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt weiterhin acht Punkte. Am kommenden Spieltag trifft man daheim auf Bayer Leverkusen. Zwar kann der 'Effzeh' weiterhin den Klassenerhalt packen, allerdings kommen die Einschläge immer näher.