Hinter Riechedly Bazoer liegt eine Vielzahl deprimierender Tage. Nachdem der 21-Jährige im Winter 2017 zum VfL wechselte, galt er lange Zeit als Stammspieler – auch Bruno Labbadia setzt auf die Dienste des Niederländers. Unter der Leitung von Martin Schmidt sah das noch ganz anders aus.


„Ja, es war die schwerste Zeit in meiner bisherigen Laufbahn. Ich kannte es vorher gar nicht, nicht zu spielen“, gab Bazoer (via Sportbuzzer) zu. Der Mittelfeldspieler, der unter den VfL-Trainern Valerien Ismael und Andries Jonker fester Bestandteil der ersten Elf war, kam unter der Ägide von Martin Schmidt überhaupt nicht zur Entfaltung. Auf eine Begründung für seine Degradierung wartete er vergeblich. Der Coach hat mit mir nicht gesprochen“, so der Rechtsfuß. Lediglich drei Kurzeinsätze konnte der Niederländer während Schmidts Amtszeit vorweisen – umso glücklicher ist er, dass ihm sein neuer Trainer wieder das Vertrauen entgegenbringt.


„Ich bin Bruno Labbadia sehr dankbar dafür, dass er mir die Chance gibt“, sagte er. „Ich bin in der schwierigen Zeit stärker geworden. Mir wurde deutlich, dass ich immer weiter hart trainieren und den Fokus hochhalten muss. Im Fußball geht alles manchmal so schnell. Irgendwann kommt schon meine Chance, dachte ich immer.“

VfL Wolfsburg - Team Presentation

Nutznießer: Richedly Bazoer ist beim VfL Wolfsburg wieder gesetzt


Und die scheint der 21-Jährige genutzt zu haben: Nachdem Bazoer zunächst nur als Arnold-Ersatz fungierte, erhielt er nun auch nach der Kader-Rückkehr des VfL-Kapitäns den Vorzug von Trainer Labbadia, als man eine 3:0-Klatsche gegen 1899 Hoffenheim hinnehmen musste. Seinen Stammplatz wiederhergeben will der Niederländer nicht – er verspricht weiterhin Vollgas zu geben: „Ich bin mir sicher, dass wir nicht wieder in die Relegation müssen, wenn wir als Team zusammenhalten. Und davon bin ich überzeugt.“