​Der Hamburger SV stürzt immer mehr ins Chaos. Nach Sportdirektor Jens Todt und dem Vorstandsvorsitzenden ​Heribert Bruchhagen, musste heute auch Trainer Bernd Hollerbach seinen Hut nehmen. Doch am meisten Sorgen bereitete zuletzt die Anti-Leistung der Mannschaft bei der Demontage in München. HSV-Boss Frank Wettstein kündigte an, dass auch die Spieler mit drastischen Maßnahmen rechnen müssen.


In einem Interview auf der Internetseite des Vereins äußerte sich der 44-Jährige zu der angespannten sportlichen Situation und zeigte keinerlei Verständnis für die schwache Leistung der Hamburger beim Rekordmeister.


Mit ​Christian Titz, der bisher als Trainer der U21 tätig war, hat man sich beim Nordklub für eine wenig prominente Lösung mit Stallgeruch auf der Trainerbank entschieden. Wettstein ist von dem neuen Mann an der Seitenlinie aber überzeugt und versprach, dem 46-Jährigen bei Personalentscheidungen den Rücken zu stärken.

Dabei nahm der Deutsche auch Bezug zu der Leistung in der Allianz Arena: "Man kann bei den Bayern verlieren, aber es kommt auf die Art und Weise, die Bereitschaft zur Gegenwehr an. Sollte das neue Trainerteam Spieler identifizieren, die sich nicht mit ausreichend Engagement den gemeinsamen Zielen widmen, kann es rigoros durchgreifen."


Angesichts der Tradition des Vereins erhofft sich der starke Mann beim HSV eine deutliche Leistungssteigerung der Akteure, schließlich könnten die Spieler im Falle eines Abstiegs "nicht einfach lächelnd zu einem anderen Klub gehen". Ein Großteil der Spieler habe nämlich "einen gültigen Zweitligavertrag und man würde "bestimmt nicht jeden wechselwilligen Profi ziehen lassen, der uns mit in diese Lage gebracht hat."


Aktuell steht der Hamburger SV auf dem 17. Tabellenplatz und hat sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Die nächste Chance, um doch noch die Rettung einzuleiten, haben die Hamburger am kommenden Samstagnachmittag beim Heimspiel gegen Hertha BSC.