Eintracht Frankfurt fehlten beim BVB nur einige Sekunden zum Remis. Der Last-Minute Treffer von Michy Batshuayi sorgte für die Entscheidung mit dem Schlusspfiff. Dennoch zeigte sich die Eintracht zufrieden mit der Leistung - vor allem im zweiten Durchgang. Ein Auftritt, der Mut macht im Kampf um die Europapokal-Plätze.


​Eine ​2:3-Niederlage, die weiter optimistisch stimmt. Eintracht Frankfurt musste sich am Sonntagabend beim BVB zwar ​in einer irren Schlussphase geschlagen geben, der Auftritt im Signal-Iduna-Park macht dennoch Mut für die kommenden Wochen. Auf Rang fünf hat die Eintracht weiter beste Chancen, die glänzende Saison am Ende mit einem Platz im Europapokal zu krönen.

“Wir haben gegen Borussia Dortmund gespielt, die eine überragende Mannschaft und Stürmer haben. Dann flutscht der Ball durch und er macht ihn eiskalt. Aber wie gesagt, wir dürfen uns nicht hängen lassen, denn wir sind zweimal zurückgekommen. Darauf müssen wir aufbauen und lernen", befand Kevin-Prince Boateng nach dem Last-Minute-Drama. 


Sein Team war zuvor nach dem ersten Durchgang, in dem die Hausherren die spielbestimmende Mannschaft waren, eindrucksvoll zurückgekommen und hatte die Führung des BVB zweimal egalisiert. "In der ersten Halbzeit haben wir die Spieler nicht zu fassen bekommen. Das hätten wir von Anfang an besser machen können. Wir haben dann umgestellt und die Dortmunder besser zugestellt. Aber diese Niederlage wirft uns nicht zurück. Heute hatten sie ein Prozent mehr Glück, wir haben aber auch ein super Spiel gemacht“, analysierte der Eintracht-Star.

Über die kompletten 90 Minuten hatte Frankfurt mit 54 Prozent sogar etwas mehr Ballbesitz als die Borussia. Auch das Torschussverhältnis war mit 13:10 annähernd ausgeglichen - nach den ersten 30 Minuten lag dieses noch bei 8:1 für den BVB. Vor allem die Hereinnahme von Jonathan de Guzmann und Boatengs Versetzung in den Sturm brachte nach dem Seitenwechsel neuen Schwung ins Eintracht-Spiel. 


Eine der vielen gefährlichen Standardsituationen von de Guzmann sorgte für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Der Niederländer war nach dem Schlusspfiff dennoch enttäuscht. "Ich denke, wir hätten mehr verdient gehabt. Vielleicht hat heute die Erfahrung den Tick ausgemacht. Wenn wir weiter gut spielen wollen und die Saison weiter gut spielen wollen, müssen wir uns da verbessern, denn so ein spätes Tor ist einfach unnötig", so der 30-Jährige.


Sport-Vorstand Fredi Bobic richtete die Mannschaft wieder auf und blickte sofort voraus auf die kommende Begegnung: "Da müssen die Jungs jetzt aufstehen. Wir haben eine starke Leistung gegen einen starken Gegner gezeigt. Jetzt geht es nächste Woche gegen Mainz.“ Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) will die Eintracht im Rhein-Main-Derby den nächsten Schritt in Richtung Europa gehen.