Für den Hamburger SV sieht es sportlich alles andere als rosig aus. Die Norddeutschen stehen kurz vor dem erstmaligen Abstieg in die Zweitklassigkeit. Dies würde auch finanziell enorm viel ausmachen. Da kommt dem HSV sicherlich die Geste vom kürzlich entlassenen Heribert Bruchhagen entgegen.


​Erst im Dezember letzten Jahres verlängerte Heribert Bruchhagen seinen Vertrag beim Hamburger SV bis 2019. Wenige Monate später wurde der 69-Jährige allerdings zeitgleich mit Manager Jens Todt beim taumelnden Bundesliga-Dino vor die Tür gesetzt. ​Nun folgte auch noch Trainer Bernd Hollerbach.

Hamburger SV Unveils New Signing Head Coach Bernd Hollerbach

Im Januar war es noch ein Trio - nun sind alle weg: Bruchhagen, Hollerbach, Todt (v.l.n.r.)



Wie die Sport Bild berichtet, soll Bruchhagen aufgrund der Entlassung keinesfalls böse gegenüber seines Ex-Arbeitgebers sein. "Ich will dem HSV nicht im Wege stehen", erklärt er. Zwar sei er traurig, dass er den HSV nicht wirklich retten konnte und bei einem eventuellen Neustart helfen darf, jedoch müsse er nun nicht einen möglichen Abstieg der Norddeutschen erklären.


Bruchhagen nimmt Gehalt nur noch bis Saisonende an


Zudem "schenkt" Bruchhagen nach Informationen der Sport Bild dem Hamburger SV auch noch Geld: Sein Gehalt lässt er sich nämlich nur bis Ende der Saison ausbezahlen. Dies entspricht in der Bundesliga pro Monat rund 100.000 Euro. In der 2. Bundesliga wäre das Gehalt auf rund 60.000 Euro gesunken. Somit spart der HSV durch diese Geste rund eine halbe Million Euro.


Ins Volksparkstadion wird Bruchhagen jedoch weiterhin kommen. Bereits vor der Saison habe er sich aus eigener Tasche zwei VIP-Dauerkarten zugelegt, mit denen bislang seine Töchter zu den Spielen gingen. Beim Spiel gegen den FC Schalke 04 wird er eine der Karten wohl selbst nutzen.