Experten lehnen sich wahrlich nicht weit aus dem Fenster, wenn sie sagen: „Der FC Bayern wird Deutscher Meister.“ Neun Spieltage vor Saisonende haben die Münchener 20 (!) Punkte Vorsprung auf Platz zwei und sind wir mal ehrlich: Wer soll den Tabellenführer noch vom Thron stoßen? Die Meisterschaft ist also nicht mehr in Gefahr – weswegen man jetzt auch nicht die Körperspannung verlieren darf.


Während für die Bayern in der Bundesliga noch ein paar Partien – mit Testspiel-Charakter – anstehen, geht es dieser Tage in der Champions League in die heiße Phase. Am kommenden Mittwoch (18 Uhr) wartet im Rückspiel des Achtelfinals Besiktas Istanbul, das man bei der ersten Begegnung mit 5:0 demolierte. Die Tür zum Viertelfinale ist also sperrangelweit offen, doch in der nächsten Runde warten andere Kaliber – weshalb man an der Säbener Straße weiterhin höchstkonzentriert bleiben will.


"Schwierig, die Körpersprache zu halten"


Nach dem 6:0-Kantersieg gegen den Hamburger SV sagte FCB-Coach Jupp Heynckes: „Vor der Pause haben wir für knapp zehn Minuten ein bisschen unkonzentriert gespielt.“ Dass man bereits nach 20 Minuten mit 3:0 in Führung gelegen hatte, „ist uns natürlich entgegengekommen“. Innenverteidiger Mats Hummels nannte das Kind beim Namen und erklärte: „Zwischendurch war es schwierig, die Körpersprache zu halten. Nach 30 Minuten hat man gemerkt, dass wir etwas larifari gespielt haben.“

FC Bayern Muenchen v Hamburger SV - Bundesliga

Hauptaugenmerk Königsklasse: Die Meisterschaft der Bayern ist so gut wie durch



Hummels weiter: „Das hat der Trainer in der Halbzeitpause auch angesprochen. Nach dem 4:0 in der zweiten Hälfte haben wir wieder deutlich mehr Zug rein bekommen.“ Von Beginn an höchstkonzentriert, so wollen die Bayern auch ihre kommenden Aufgaben – vor allem die in der Champions League – weiter angehen. Am Mittwoch dann fürs Erste in Istanbul.