​Matthias Ginter gehört seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund zu Borussia Mönchengladbach zu den absoluten Stammspielern und Leistungsträgern bei den "Fohlen" und bildet gemeinsam mit Jannik Vestergaard das Innenverteidiger-Duo von Trainer Dieter Hecking. Mit seinen guten Leistungen in der laufenden Saison sieht sich der gebürtige Freiburger selbst in einer guten Ausgangsposition, auch was die Chancen auf einen Kaderplatz im Team von Bundestrainer Joachim Löw für die Weltmeisterschaft im Sommer in Russland angeht.


"Ich glaube schon, dass ich den Bundestrainer beim Confed Cup und auch in den Spielen danach überzeugen konnte", erklärte der Defensivmann im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Eine große Rolle für seine Entwicklung habe dabei auch der Wechsel an den Niederrhein gespielt, wie Ginter verriet. "Auch der Schritt nach Gladbach hat mir wahnsinnig gutgetan. Natürlich ist die WM mein großes Ziel, ich will auf jeden Fall dabei sein."


1. FC Koeln v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Sieht sich in einer guten Position für einen WM-Platz: Gladbach-Verteidiger Matthias Ginter



Der Weltmeister trifft Ende März in zwei Länderspielen zunächst in Düsseldorf auf Spanien und anschließend in Berlin auf Brasilien. Für Ginter könnte der Kader für die beiden Spiele durchaus schon eine Art Vorentscheidung sein, was die Kaderplätze für das große Turnier im Sommer angeht. "Klar kann es sein, dass das ein Fingerzeig auf den WM-Kader sein kann. Ich glaube aber auch, dass es immer mal wieder zwei bis drei Überraschungen geben wird, das war 2014 bei mir auch so." 


Gerade in der Abwehrzentrale hat Bundestrainer Löw mit den drei Bayern-Stars Mats Hummels, Jerome Boateng und Niklas Süle sowie Jonathan Tah von Bayer 04 Leverkusen oder Antonio Rüdiger vom FC Chelsea mehr als genug Auswahl. Auch Shkodran Mustafi vom FC Arsenal ist sicher ein Kandidat für Russland. 


Für eine Nominierung des Gladbacher Leistungsträgers könnte neben seiner Konstanz vor allem seine Variabilität sprechen, spielte er in seiner Dortmunder Vergangenheit doch des Öfteren auch auf der Rechtsverteidigerposition oder im defensiven Mittelfeld. Bislang kommt ​der 24-Jährige, der neben dem Platz jüngst auch eine eigene ​Stiftung gründete, auf 17 Länderspiele. 


Matthias Ginter war im vergangenen Sommer für 17 Millionen Euro als Rekordtransfer von Borussia Mönchengladbach aus Dortmund gekommen. In der laufenden Saison stand er in allen 29 Pflichtspielen der Mannschaft in der Startelf und über die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Sein Vertrag beim aktuellen Tabellenneunten der Bundesliga läuft noch bis Sommer 2021.