Für Werder Bremen besteht zwar nach wie vor die Möglichkeit, in die 2. Bundesliga abzusteigen. Nachdem Florian Kohfeldt den Posten des Cheftrainers übernommen hatte, herrscht rund um den Osterdeich jedoch eine lange nicht mehr dagewesene Euphorie. Ex-Manager Thomas Eichin war überzeugt, dass Kohfeldt irgendwann mal als Trainer in der Bundesliga landen würde. Ein Aspekt versetzt den Fußballfunktionär aber ins Staunen.


Seit gut neun Jahren ist Florian Kohfeldt als Trainer bei Werder Bremen im Amt. Zum ersten Mal ins Rampenlicht trat der heute 35-Jährige, als er im Oktober 2014 mit seinem langjährigen Weggefährten Viktor Skripnik die Bundesliga-Elf der Grün-Weißen übernahm. Seit nunmehr vier Monaten ist Kohfeldt selbst Herr im Haus.


Sieben Siege, vier Unentschieden und fünf Niederlagen lassen sich aus den ersten 16 Pflichtspielen Kohfeldts als Bundesligatrainer filtern. ​Eine durchaus zufriedenstellende Bilanz. Thomas Eichin, der von 2013 bis 2016 als Geschäftsführer Sport der Werderaner tätig war, war allzeit davon überzeugt, Kohfeldt würde den Sprung in die Bundesliga packen.

SV Werder Bremen v VfL Wolfsburg - Bundesliga

Seit vier Monaten Bundesliga-Trainer: Florian Kohfeldt



„Mir war klar, dass Flo Bundesligatrainer wird“, sagt Eichin in der Montagsausgabe des kicker, „die Frage war nur wann und wo.“ Mit dem SV Werder kämpft Kohfeldt zwar noch gegen den Abstieg. Doch die Hoffnung, dass unter dem Fußballlehrer der Klassenerhalt erreicht wird, ist immens. Zwei Punkte beträgt aber lediglich der Vorsprung auf den Relegationsplatz.


Kohfeldt verkörpert den modernen Trainer, tritt gegenüber Angestellten im Verein aber stets höflich auf. Was Eichin zudem verblüfft, ist die Außendarstellung des neuen Werder-Coachs. „Dass er die medialen Anforderungen im Bundesliga-Umfeld auf Anhieb so gut meistert“, sagt Eichin, „hätte ich ihm ehrlich gesagt nicht zugetraut. Florians Auftreten ist richtig stark und er dabei absolut authentisch.“