​BVB-Coach Peter Stöger scheint einen neuen Stammspieler fürs Mittelfeldzentrum gefunden zu haben. Mahmoud Dahoud stand zum dritten Mal in Folge in der Startformation von Borussia Dortmund. Dabei wusste der U21-Europameister spielerisch zu überzeugen. Allerdings birgt sein riskantes Spiel Gefahren. Sein Temperament brachte ihn an den Rand eines Platzverweises.


Beim Auswärtsspiel bei RB Leipzig stand Mahmoud Dahoud erst das zweite Mal unter Peter Stöger in der Startelf von Borussia Dortmund. Der Deutsch-Syrer wusste seine Chance zu nutzen und bereitete den einzigen BVB-Treffer des Tages durch Marco Reus mustergültig vor. Stöger lobte seinen Schützling nach der Partie, forderte aber Konstanz vom Mittelfeldakteur.

Gegen den FC Salzburg durfte Dahoud erneut von Beginn an ran. Bei einer schwachen Kollektiv-Leistung war der 22-Jährige noch einer der stärkeren Borussen, sodass der ehemalige Gladbacher auch gegen Frankfurt in der Startformation stand. Auch am Sonntagabend wusste er spielerisch zu überzeugen. Seine harte Gangart und Über-Motivation sorgte jedoch dafür, dass der zentrale Mittelfeldspieler schnell platzverweisgefährdet war. 

Nach 27 Minuten handelte er sich bereits die gelbe Karte ein, was den Kreativspieler nicht daran hinderte, weiterhin seine harte Gangart zu fahren. Es folgten nicht wenige Situationen, die Dahoud die zweite Verwarnung hätten einbringen können. Dies erkannte auch Peter Stöger, der in der Halbzeit notgedrungen Julian Weigl bringen musste. Die Folge: das BVB-Spiel brach zusammen, die Frankfurter kamen zu zwei Toren. Ein Angriffsspiel des Revierklubs fand kaum noch statt.


Mahmoud Dahoud mag spielerisch auf dem aufsteigenden Ast sein. Allerdings muss der Mittelfeldmann ruhiger werden und sein Temperament in den Griff bekommen. Spielpraxis dürfte hier Abhilfe schaffen. Nur sollte es demnächst wieder für zwei Halbzeiten reichen.