Borussia Mönchengladbach droht, in den kommenden Wochen ins Niemandsland der Tabelle abzurutschen. Nach der 0:2-Niederlage bei Bayer Leverkusen rückt der Europapokal immer weiter in die Ferne. Eines der Probleme ist die Offensive, die schlichtweg keine Tore erzielt. Aufgrund der Verletztenmisere sind Spielpausen jedoch unmöglich.


Es war wieder mal bezeichnend für das Spiel Borussia Mönchengladbachs in den vergangenen Wochen. Beim Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen (0:2) strahlte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking keinerlei Torgefahr aus. Die einzige Chance hatte der eingewechselte Josip Drmic, der jedoch verpasste.


„Ein Punkt wäre hier sehr, sehr glücklich gewesen“, erklärt Hecking laut kicker. Seit dem Start in die Rückrunde haben nur der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV weniger Punkte geholt als die Fohlenelf. Seit acht Spielen gab es zudem kein einziges Tor eines offensiven Profis. Bestes Beispiel: Kapitän Lars Stindl.

Bayer 04 Leverkusen v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Seit Monaten torlos: Lars Stindl



Seinen bisher letzten Treffer erzielte der mögliche WM-Fahrer am zwölften Spieltag beim 4:2 gegen Hertha BSC. Hecking ist weiterhin von den Qualitäten seines Antreibers überzeugt, sieht aber auch ein: „Lars ist einer von denen, die mal eine Pause bräuchten.“ Das stetig anschwellende Gladbacher Lazarett lässt jedoch keine Verschnaufpause zu.


Laut Torhüter Yann Sommer stehen die Gladbacher „zu Recht da, wo wir jetzt stehen“. Der Schweizer vergleicht die derzeitige Personallage mit einem Hotel. Sollten dort „so viele“ wichtige Angestellte fehlen, „dann funktioniert es auch nicht“, sagt Sommer. Man habe aber auch so genug Qualität, man bringe sie aktuell aber nicht auf den Platz.


Wieder neue Verletzte


​Neueste Verletzte nach dem Leverkusen-Spiel: Jannik Vestergaard absolviert aufgrund eines Mittelfußbruchs in dieser Saison kein Spiel mehr. Und auch bei Vincenzo Grifo (Kreuzbanddehnung) ist die Ausfalldauer ungewiss. Zudem erlitt Christoph Kramer eine Knieblessur.