​Im vergangenen Sommer wechselte Ludwig Augustinsson vom FC Kopenhagen zu Werder Bremen. An der Weser setzte er sich schnell durch und wurde direkt Stammspieler. Nach einer durchwachsenen Saison fand er in einem Interview nur lobende Worte für seinen Coach Florian Kohfeldt. Seinem Team traut er in der Zukunft Großes zu.


"Als ich hergekommen bin, war es mein Ziel, in jedem Spiel auf dem Platz zu stehen", verriet der Schwede in einem Gespräch mit der Deichstube. "Das habe ich fast geschafft. Meine Entwicklung geht in die richtige Richtung, ich werde von Spiel zu Spiel immer besser. Der Start in die Saison war schwer für uns, wir haben nicht so gespielt, wie wir es wollten."

Nach einer Schwächephase musste Ex-Coach Alexander Nouri seine Zelte in Bremen abbrechen und Florian Kohfeldt übernahm das Ruder. Für Augustinsson ein Gewinn: "Das System, das wir jetzt spielen, passt sehr gut zu uns. Wir können auch im Spiel zwischen 3-5-2 und 4-3-3 wechseln. Für mich spielen wir mit Viererkette unseren besten Fußball. Dazu kommt die Heimstärke und dass fast die komplette Mannschaft verletzungsfrei ist. Mit jedem Sieg ist das Selbstvertrauen bei uns größer geworden. Die Art und Weise, wie wir spielen, passt perfekt zu den Spielern, die wir im Kader haben."


Der schwedische Nationalspieler traut seinem Team mit Kohfeldt sogar den ganz großen Sprung zu: "Man weiß nie, was passiert. Gladbach wäre vor ein paar Jahren fast abgestiegen und ist dann in die Champions League eingezogen. Werder kann dort auch innerhalb eines Jahres sein. Wenn ich sage: 'Ich will für einen Spitzenverein spielen', dann könnte das auch Werder sein." 


Aktuell lautet die traurige Wahrheit aber: Abstiegskampf. Am Montagabend trifft man im Kellerduell auf den 1. FC Köln. Neben den drei Punkten hat es Ludwig Augustinsson auf etwas ganz bestimmtes abgesehen: das Trikot von Claudio Pizarro. "Dann gehe ich direkt nach dem Schlusspfiff zu ihm und frage ihn. Er hat aber sehr viele Freunde bei uns in der Mannschaft. Es dürfte also mehrere Interessenten geben. Erstmal müssen wir aber das Spiel gewinnen. Auch wenn ich ihn nicht gut kenne, schaue ich zu ihm auf. In seinem Alter noch so fit zu sein, beeindruckt mich."