​Der Hamburger SV steht nach der 0:6-Klatsche gegen den FC Bayern München weiterhin auf einem direkten Abstiegsplatz und droht somit in die Zweitklassigkeit abzusteigen. Nach der deutlichen Niederlage äußerte sich Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos zur aktuellen Situation und fand dabei deutlich kritische Worte in Richtung der eigenen Transferpolitik. 


"Das ist nicht optimal für mich, das ist doch klar. Ich bin hierhergekommen, um guten Fußball zu spielen und etwas zu erreichen. Aber leider ist das momentan schwierig. Im Sommer und in den Transferperioden wurden meiner Meinung nach Fehler gemacht. Die Mannschaft hat keine Hilfe bekommen", so der griechische Nationalspieler in der Mixed Zone laut Goal nach der herben Pleite gegen den Tabellenführer aus München. 

FC Bayern Muenchen v Hamburger SV - Bundesliga

Kann mit der aktuellen Situation nur schwer umgehen: HSV-Verteidiger Kyriakos Papadopoulos 


Vor allem im Vergleich zu den restlichen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion habe man zu wenig investiert und sei nicht in dem Maße auf dem Transfermarkt tätig gewesen, in dem es in der aktuellen Situation nötig gewesen wäre.


"Im Winter haben alle anderen Mannschaften neue Spieler verpflichtet. Köln, Stuttgart, alle, nur wir nicht. Das ist sicherlich nicht der Grund, dass wir jetzt seit 13 Spielen nicht gewonnen haben, aber es ist ein Grund dafür, dass nur eine Mannschaft hinter uns steht", sagte 'Papa'. 


Durch den sportlichen Misserfolg und den hohen Druck seitens der eigenen Fans ​sei die Gesamtsituation an der Elbe derzeit nur schwer erträglich, wie der 26-Jährige erklärte. "In dem Verein passiert jeden Tag etwas Neues. Das ist sicher nicht gut für die Mannschaft. Wir wissen nicht, wie es weitergeht. Wir wissen gar nichts. Das ist nicht meine Aufgabe. Meine Aufgabe ist es, Fußball zu spielen und zu gewinnen. Aber das ist leider schwierig im Moment."


Nachdem der HSV zuletzt Sportchef Jens Todt sowie Vorstandsboss Heribert Bruchhagen entlassen hatte, ​steht nun auch der sieglose Cheftrainer Bernd Hollerbach in der Kritik und könnte noch vor Saisonende wieder entlassen werden. "Es ist nicht die Schuld von Bernd Hollerbach. Er ist gekommen und hat versucht, Dinge umzusetzen und uns zu helfen. Aber die Mannschaft hat einfach Schwierigkeiten. Das ist überhaupt nicht das Problem des Trainers. Wir sind gefragt. Wir haben uns einiges vorgenommen und dann kommen wir rein und liegen nach 18 Minuten 0:3 hinten. Was soll der Trainer da machen? Soll er reinkommen und für uns spielen?", verteidigte der Defensivmann seinen Trainer. 


Der Hamburger SV steht nach der Niederlage in München weiter mit 18 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz, könnten am Montagabend allerdings noch vom Tabellenschlusslicht 1. FC Köln überholt werden, sofern dieser sein Auswärtsspiel bei Werder Bremen gewinnt.