GERMANY - MARCH 22:  1. BUNDESLIGA 97/98 BAYERN MUENCHEN; Thomas STRUNZ, Trainer Giovanni TRAPATTONI  (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

20 Jahre "Flasche leer" - Trapattonis legendärste Reden auf einen Blick

"Sind sie bereit?", hatte Giovanni Trapattoni die anwesenden Journalisten an der Säbener Straße am 10. März 1998 gefragt, ehe die wohl legendärste Wutrede des deutschen Fußballs ihren Lauf nahm. Der 78-Jährige hat eine lange Vita an Vereinen vorzuweisen. Zwei Mal war er Trainer des FC Bayern, trainierte zudem Juventus, AC, Inter, die italienische Nationalmannschaft, den VfB, Red Bull Salzburg, Vatikanstaat etc. In dieser Zeit haben sich viele Wutreden angesammelt...

5. Der Rotwein-Abend

Thomas Strunz, Mario Basler, Mehmet Scholl: diese drei ehemaligen Bayern-Spieler machten den italienischen Trainer so wütend und veranlassten ihn erst zu seiner legendären Wutrede. Doch schon einige Tage vor "Flasche leer" und "ich habe fertig", führte er ein Gespräch mit den Bayern-Bossen. Trapattoni ließ seiner Wut freien Lauf, beschwerte sich über die drei genannten Spieler und gestikulierte dabei so wild umher, dass er eine offene Flasche Rotwein über die Hose von Uli Hoeneß kippte.

4. Cholerik im ersten Bayern-Pflichtspiel

Schon vor der berühmten "Flasche leer"-Rede des Trainers erfuhren die Spieler des FC Bayern München in dessen erster Amtszeit von 1994 bis 1995, dass der Italiener durchaus ein ungemütlicher Zeitgenosse sein kann. Die Bayern verloren ihr erstes Pflichtspiel gegen Werder Bremen. Der Italiener schrie in der Kabine wild herum, die Wände haben gezittert, gab dieser im Nachhinein zu. 

3. "The cat is in the sack"

Keine wirkliche Wutrede, aber ein dennoch denkwürdiges Zitat lieferte der Italiener als Trainer der irischen Nationalmannschaft. In mehr als gebrochenem Englisch verbreitete Trapattoni folgende Botschaft: "Be careful the cat. No say the cat is in the sack, when you have no the cat in the sack."

2. "Wer kann nicht sprechen, der schreiben"

Einen weiteren Wutausbruch lieferte Trapattoni den Journalisten als Trainer von Red Bull Salzburg. Die Presse kritisierte seinen angeblich altmodischen Trainingsstil und das zu defensiv ausgerichtete System des Trainers. Dieser antwortete prompt auf einer Pressekonferenz: "Wörter sind sehr einfach. Wer kann machen, machen. Wer kann nicht machen, sprechen. Wer kann nicht sprechen, der schreiben."

1. "Strunz, Flasche leer, ich habe fertig"

"Strunz? Is immer verletzt! Was erlaube Strunz? Schwach wie eine Flasche leer! Der Trainer ist nicht ein Idiot!" - Worte, die sich in die Köpfe der Journalisten und Fans eingebrannt haben. Worte, die der ehemalige Trainer am 10. März 1998 verwendete, um seinen Unmut über die Niederlage gegen Schalke und den Abstand auf Kaiserslautern auszudrücken. Ein 3,5-minütiges Sprüchefeuerwerk, welches der Italiener abfeuerte. Ich habe fertig!