​Am Sonntagnachmittag empfängt der VfB Stuttgart zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte zuhause RB Leipzig. Bei der Partie gegen den den hochmodern durchorganisierten Klub aus aus dem Osten, wollen die Fans des schwäbischen Traditionsverein ein Zeichen gegen den "Turbokapitalismus" setzen und in der legendären Cannstatter Kurve Flagge zeigen.


Bereits am 1. März hatte die mächtigste Ultra-Gruppierung der Stuttgarter, das 'Commando Cannstatt', auf ihrer Internetseite cc97.de ​eine Mitteilung veröffentlicht, in der die Fans ihre Abneigung gegenüber dem Konstrukt RB Leipzig zum Ausdruck gebracht hatten.

Dabei bezeichneten die Ultras den Gegner als "das am Reißbrett entworfene Gesicht des im Fußball vorherrschenden Turbokapitalismus" und bezeichnete sie als die "Blaupause" für den ihrer Meinung nach fatalen Weg, den der Profifußball derzeit eingeht.


In einem Podcast der Stuttgarter Nachrichten, legte nun ein Sprecher der Ultras nach und sagte man müsse die Dinge beim Namen nennen: "Red Bull. Das ist der Leipziger Ableger der Fußballabteilung eines österreichischen Brauseherstellers."

Am Sonntag wolle man deshalb mit einer großangelegten Aktion in der Cannstatter Kurve ein klares Zeichen setzen: "Wir wollen alle mitnehmen und sie einbetten in ein Spieltagsmotto. Wir wollen zeigen, was in der Kurve steckt, welche Geschichte sie hat. Das ist die Konstante, um die es uns geht. Wir schauen am Sonntag auf uns, feiern uns selbst und stellen unsere Fankultur in den Mittelpunkt."


Im Stadion sollen deshalb alle, die es mit dem VfB halten, Farbe bekennen und für eine außergewöhnliche Stimmung sorgen. So rief das Commando bereits in ihrer Mitteilung dazu auf, dass alle ihre "Schwenkfahnen und Doppelhalter" einpacken sollen, um ein "geschlossenes Zeichen" zu setzen.