Der FC Schalke festigt den zweiten Tabellenplatz hinter Ligaprimus Bayern München und feiert in Mainz den vierten Sieg in Folge. Mit einem 1:0-Auswärtserfolg setzten sich die Knappen zum Auftakt des 26. Spieltags gegen bemühte aber letztlich ineffiziente Nullfünfer durch, die nach der Niederlage nach wie vor mit 25 Zählern auf dem Relegationsrang stehen. Nach einer zähen ersten Hälfte machte Caligiuris Traum-Solo in der 55. Minute an diesem Abend den Unterschied.


1. FSV Mainz 05 – FC Schalke 04 0:1 (0:0)

Tore: 0:1 Caligiuri (55.)

Zuschauer: 30.000


FSV-Trainer Sandro Schwarz nahm im Vergleich zum 0:0 in Hamburg vier Änderungen in seiner Startelf vor: Brosinski, Onisiwo, De Jong und Ujah begannen für Donati (nicht im Kader), Balogun (Gelb-Rot-Sperre), Holtmann und Muto (beide Bank).


Auch S04-Coach Domenico Tedesco rotierte nach dem 1:0-Erfolg über die Berliner Hertha auf vier Positionen: Kehrer, McKennie, Schöpf und Burgstaller starteten für Stambouli, Meyer, Oczipka und Embolo (alle Bank) – sowohl Max Meyer, als auch Leon Goretzka mussten auf der Bank Platz nehmen.


Zähes Unterfangen – Mainz im Glück


Nach anfänglichem Abtasten und ohne jegliche Strafraumszenen wurde es das erste Mal um die 17. Spielminute richtig hektisch: Schalkes Caligiuri setzte sich nach einer Di Santo-Hereingabe in Szene, zog ab und blieb in letztlich an Danny Latza hängen, der den Ball mit den Händen abblockte – Glück für die Mainzer, denn Schiedsrichter Felix Brych ließ weiterspielen und auch der Video-Assistent meldete sich nicht zu Wort!


Rundum die 28. Minute gab es dann auch die erste gute Torchance auf Seiten der Hausherren: Robin Quaisons Schlenzer aus rund 16 Metern fälschte Thilo Kehrer ab – der Ball zischte nur wenige Zentimeter am Winkel vorbei, Fährmann wäre chancenlos gewesen. Auch kurz vor dem Halbzeitpfiff gab es nochmal eine Möglichkeit für die Nullfünfer: Nach einem Brosinski-Freistoß köpfte Anthony Ujah äußerst knapp am Gehäuse von Fährmann vorbei, allerdings stand der Nigerianer ohnehin im Abseits.


Offensiv taten sich beide Kontrahenten im ersten Spielabschnitt extrem schwer. Strafraumszenen blieben nach sehr zähen und umkämpften 45 Minuten Mangelware, sodass es folgerichtig mit 0:0 – und lauten Pfiffen – in die Kabinen ging.


Personell reagierten beide Trainer nach dem Pausentee und brachten frische Kräfte auf den Platz: Auf Seiten der Nullfünfer kam Alexandru Maxim für Danny Latza in die Partie, bei Königsblau musste Alessandro Schöpf für Leon Goretzka weichen.


Caligiuris Traum-Solo – Fährmann gegen Serdar


Drei Minuten nach Wiederanpfiff gab es dann gleich eine aussichtsreiche Gelegenheit für die Gastgeber. Doch Ujahs Hereingabe auf den zweiten Pfosten konnte Daniel Brosinski nicht aufs Tor bringen – ganz anders als Schalkes Daniel Caligiuri: Der Deutsch-Italiener setzte zum Solo an, ließ mehrere Gegenspieler einfach stehen und schlenzte das Leder 18 Meter vor dem Tor punktgenau neben den Pfosten von Mainz-Keeper Florian Müller –Traumtor (55.)!

Der Treffer tat dem Spiel sichtlich gut, denn nach der Führung hatten die Schalker Blut geleckt, die Rheinhessen hingegen drückten auf den schnellen Ausgleich – doch Ralf Fährmann war zur Stelle: Burgstaller verlor den Ball vor dem eigenen Strafraum, wo Suat Serdar lauerte. Der 20-Jähirge fackelte nicht lange, zog ab und scheiterte an einer starken Parade des Gäste-Keepers (65.). Nur drei Zeigerumdrehungen später dann die nächste gute Chance für die Nullfünfer: Nach einer Brosinski-Flanke landete die Kugel wieder bei Serdar, dessen Schuss Fährmann erneut abwehren konnte. Ujahs Nachschuss aus spitzem Winkel wurde nicht mehr gefährlich (68.)


In der Folge erspielten sich die Mainzer ein deutliches Chancenplus, liefen die defensiven Schalker unermüdlich an und zeigten, dass sie an sich glaubten – nur das Tor trafen sie nicht! FSV-Coach Sandro Schwarz zog für die Schlussoffensive noch einmal alle Register, warf Levin Öztunali ins Spiel und wurde bewies fast den richtigen Riecher – aber eben nur fast: Brosinski setzte Öztunali ein. Seinen Schuss parierte Fährmann ein ums andere Mal glänzend (84.).

Und so blieb es letzten Endes beim 1:0 für die Knappen, die damit ihren vierten Sieg in Folge einfuhren und den zweiten Tabellenplatz hinter den Bayern festigten. Die Nullfünfer hingegen konnten trotz eines deutlichen Chancenplus‘ keinen Treffer an diesem Abend bejubeln und mussten sich vor allem ihre Ineffizienz deutlich ankreiden lassen – mit nach wie vor 25 Punkten steht der FSV auf dem Relegationsrang.


Schalke 04 muss am kommenden Spieltag erneut auswärts ran, am Samstagabend (18:30 Uhr) wartet der VfL Wolfsburg. Für die Rheinhessen geht es bereits am Nachmittag (15:30 Uhr) weiter, wenn man bei Eintracht Frankfurt gastiert.