Der Hamburger SV steht vor einer wahren Sisyphos-Aufgabe. Beim Auswärtsspiel bei den Münchner Bayern geht es für den Bundesliga-Dino darum, die kleine, verbliebene Restchance auf den Klassenerhalt zu wahren. Dabei ist es umso überraschender, dass Trainer Bernd Hollerbach vor der Begegnung mit dem personifizierten Angstgegner auf gleich zwei Angreifer freiwillig verzichtet.


Einer davon ist Bobby Wood, der schon beim den Sprung in den Kader für das Heimspiel gegen Mainz 05 nicht schaffte. Wood gilt als eines der Sinnbilder der HSV-Saison, seit dem zweiten Spieltag wartet der Stürmer auf einen Torerfolg.


Und auch Jann-Fiete Arp wird die Reise in den Süden der Republik nicht mitantreten. Der 18-Jährige wartet seit Anfang November auf ein Erfolgserlebnis und war zuletzt lediglich als Joker gefragt. Zudem wurde dieser Tage medial das ​Interesse des FC Bayern am Youngster publiziert, was auch ein Grund für seine Nicht-Berücksichtigung sein könnte.


Zu guter Letzt muss Hollerbach auch auf Mergim Mavraj verzichten – in diesem Fall allerdings unfreiwillig. Der Innenverteidiger muss aufgrund einer Grippe passen und blieb daher in Hamburg. In den letzten beiden Bundesliga-Spielen kam Mavraj aber ohnehin nicht zum Einsatz, weshalb der Ausfall des 31-Jährigen nicht allzu schwer wiegen dürfte.


Für den HSV gilt es beim Branchenprimus den vielzitierten „Turnaround“ zu schaffen. Doch die jüngste Bilanz der Hamburger in München lässt nichts Gutes erahnen: In den letzten sieben Begegnungen in der Allianz Arena kassierten die Norddeutschen unglaubliche 44 Gegentore und erzielten selber nur 3 Treffer. Doch wer weiß, im Fußball gab es schon die verrücktesten Geschichten.