Manchester United gegen FC Liverpool - das ist wohl auch im Jahr 2018 das größte Spiel auf der Insel. Am Samstag kämpfen die beiden Erzrivalen um den zweiten Platz in der Premier League. Während United-Verteidiger Chris Smalling aufgrund der Tabellenkonstellation von einem besonders brisantem Spiel spricht, bleibt Jose Mourinho betont gelassen. Rivalitäten hätten ihn noch nie besonders interessiert, meinte der "Special One".


Am Samstagmittag empfängt Manchester United im "Lunchtime Showdown" der Premier League (13.30 Uhr) den Erzrivalen FC Liverpool. Seit 1894 das 200. Aufeinandertreffen der beiden größten Klubs auf der Insel. Das "Sechspunkte-Spiel", wie es Reds-Keeper Loris Karius ausdrückte, verspricht jede Menge Spannung. Im Old Trafford trifft der Tabellenzweite auf den Dritten - lange ist es her, dass die beiden Rivalen so eng beieinander lagen. 


Für United-Verteidiger Chris Smalling ist es deshalb umso mehr das "größte Spiel des Jahres". Die Rivalität sei immer da, in diesem Jahr wegen der Tabellenkonstellation aber besonders, befand der 28-Jährige gegenüber dem vereinseigenen TV-Sender. Das Hinspiel an der Anfield Road endete mit einem torlosen Remis, in den drei Begegnungen zuvor teilten sich die Rivalen ebenfalls die Punkte.


Ein Sieg der Gäste und Jürgen Klopp könnte am Samstag mit seinem FC Liverpool an Manchester United und Star-Trainer José Mourinho vorbeiziehen. Der Portugiese sieht in der Partie eine große Bedeutung für die Ausgangsposition im Saisonendspurt. "Es geht um wichtige Punkte für die Top vier, wichtige Punkte für den zweiten Platz, der besser ist als der Dritte und Vierte", meinte "The Special One" auf der Pressekonferenz am Freitag.

Besonders sei die Partie für ihn, weil zwei "historische Klubs, nicht nur in England, sondern weltweit" aufeinandertreffen würden. Von der großen Rivalität will er allerdings nichts wissen. "Meiner Einstellung nach ist jedes Match gleich. Ich bin nicht sehr gut in dieser Rivalitäts-Kultur", erklärte der 55-Jährige. "Ich habe nie zum AC Mailand geschaut als größter Rivale, oder zu Atletico Madrid als den Feind. Ich schaue weiter nicht auf bestimmte Spiele gegen spezielle Gegner. Für mich ist es einfach ein großes Spiel, weil wir über zwei große Klubs reden", wiederholte er.


Mithelfen, dieses große Spiel zu gewinnen, könnte am Samstag wieder der belgische ​Mittelfeldspieler Marouane Fellaini. Der 30-Jährige war seit Ende Januar wegen anhaltender Knieprobleme ausgefallen und könnte gegen Liverpool wieder zum Aufgebot gehören, wie Mourinho bestätigte. Das gleiche gilt für Eric Bailly, der drei Monate ausgefallen war, beim​ 2:1-Sieg vor knapp zwei Wochen gegen den FC Chelsea aber sein Kurz-Comeback feiern konnte. "Ja, er ist seit einigen Wochen wieder vollkommen fit", so Mourinho.