Er ist wohl eine der Entdeckungen der Saison: Leon Bailey. Der Youngster von Bayer Leverkusen begeistert mit spektakulären Toren und Dribblings die Fans der Bundesliga und hat längst auch das Interesse aus dem europäischen Ausland geweckt. Sein Trainer Heiko Herrlich gerät auf den Jamaikaner angesprochen ins Schwärmen – und warnt doch vor zu großem Hype um den 20-Jährigen.


„Er hat ein paar Tore geschossen, die so spektakulär waren, dass man ihm bereits Weltklasse attestiert hat“, erklärte Herrlich gegenüber der Rheinischen Post. Allerdings warnt der Übungsleiter der Werkself eindringlich: „Er ist 20 Jahre alt – wie soll er mit so einem Prädikat umgehen? Es ist nicht einfach, mit dem Hype umzugehen.“


Allerdings sei sein Schützling „geerdet“ und wisse „worauf es ankommt“. Und Herrlich wird konkreter: „Er ist ein absoluter Teamplayer und ist sich nicht zu schade, wie andere auch nach dem Training die Hütchen einzusammeln. Das ist zwar nicht der entscheidende Gradmesser, aber auch dort ordnet er sich dem Teamgedanken unter.“


​Im Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach möchte Bayer Leverkusen nach zuletzt zwei Heimniederlagen in Serie wieder für ein Erfolgserlebnis in der BayArena sorgen. Auf Bailey wird es dann einmal mehr ankommen. „Man muss Leon Bailey aber auch mal ein schlechtes Spiel zugestehen“, verwies Herrlich auf die teils noch schwankenden Leistungen des Jamaikaners. Vielleicht sorgen eben diese aber auch dafür, dass Bailey eben nicht „abhebt“, sondern auch die Erfolgserlebnisse auf der anderen Seite richtig einzuschätzen weiß.