​Am Sonntagnachmittag empfängt der VfB Stuttgart zuhause RB Leipzig. Nach der eher mauen Leistung gegen den 1. FC Köln bedarf es bei den Schwaben einer Leistungsteigerung, um bei dem Spiel gegen die 'Bullen' zu bestehen. ​VfB-Trainer Tayfun Korkut äußerte sich auf der heutigen Pressekonferenz über die Qualitäten des Gegners und unterstrich die Bedeutung der mannschaftlichen Geschlossenheit des Aufsteigers.


Um auch gegen das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl etwas Zählbares mitzunehmen, müssen die Stuttgarter an ihr Limit gehen. "Bevor wir über Siege und Ergebnisse reden, sollte erst einmal die Leistung stimmen und die muss top sein. Wir müssen individuell und mannschaftlich ans Maximale ran gehen", so der Cheftrainer. 

Bei der Partie am Sonntag kann Trainer Tayfun, mit Ausnahme der Langzeitverletzten, wieder aus dem Vollen schöpfen. Unter der Woche trainierte Mario Gomez zwischenzeitlich zwar nur individuell, dabei handelte es sich laut Korkut jedoch um "ganz normale Trainingsteuerung." Schließlich gehe es darum, "die Spieler am Wochenende auf einem guten Level zu haben:"


Personelle Veränderungen in der Startelf sind somit auch nach dem glücklichen Erfolg gegen das Tabellenschlusslicht nicht zu erwarten. Formschwankungen seien im Laufe einer Saison ganz normal und es ginge darum diese "besser abzufangen."


Analyse des Gegners - "Qualität und Geschwindigkeit"


Der 43-Jährige Trainer erwartet am Wochenende einen starken Gegner "mit sehr viel Qualität und Geschwindigkeit". Auch dass die Leipziger unter der Woche in der Europa League aktiv waren könne die Mannschaft aufgrund des breiten Kaders ohne große Probleme verkraften.


Zwar wären auch die vorangegangen Spiele bereits Prüfsteine für den Aufsteiger gewesen und sollte man "vor jedem Bundesligisten Respekt haben", beim Spiel gegen die 'Bullen' dürfe man sich aber definitiv "keine Schwächephasen leisten."

In die taktischen Überlegungen ließ Korkut nur wenige Einblicke zu. Klar sei jedoch, dass man das "intensive Spiel der Leipziger nicht zulassen" dürfe. Der VfB müsse sich "clever verhalten und sich das Spiel nicht aufdrücken lassen." 


Die schwache erste Halbzeit gegen den 'Effzeh' sei eine wichtige Erfahrung gewesen und man müsse "schnell daraus lernen". Die Schwaben haben dennoch in den letzten Woche genug Selbstbewusstsein gesammelt und wollen ihren "Trend beibehalten." 


Mit Mentalität zum Erfolg


Der Deutsch-Türke unterstrich die Bedeutung der mannschaftlichen Geschlossenheit beim VfB: "Die Mannschaft geht durch gute und schwierige Phasen zusammen und zieht an einem Strang." Zudem sei die "klare Ordnung" sehr wichtig, da sie "viel Stabilität" gebe. Im Kollektiv der Stuttgarter erfülle derzeit jeder seine Aufgaben und bringt zudem seine individuellen Qualitäten mit ein."


Der Weg zum Klassenerhalt sei durch die Erfolgsserie zuletzt kürzer geworden. Dennoch habe das Spiel gegen die Kölner gezeigt, dass "90 Minuten sehr lang" sind. So nah wie es scheint, sei die Rettung somit noch nicht. Ein Blick nach oben in der Tabelle sei hingegen uninteressant.

Am Sonntag kehrt das Stuttgarter Eigengewächs Timo Werner zum ersten Mal wieder in seine Heimatstadt zurück. Bei der Rückkehr des "Stuttgarter Jungen" erwarte viele Schmähgesängen gegen den jungen Angreifer. Korkut vertraut jedoch auf die "Sensibilität der Stuttgart-Anhänger.


Spielerisch gelte es den Nationalstürmer im Kollektiv in den Griff zu bekommen. Es gebe aber auch genügend andere gute Spieler auf dem Platz.