Ein Tor von Anthony Martial am kommenden Samstag im Duell gegen Erzrivale Liverpool und die Fans der Red Devils ​würden in Jubelstürme ausbrechen. Ihren Klub würde ein Treffer des französischen Linksaußen zehn Millionen Euro kosten. Diese Ratenzahlung an den AS Monaco wird fällig, sobald der 21-Jährige 25 Premier-League-Treffer auf dem Konto hat. 


Der französische Meister AS Monaco war in den vergangenen Jahren eines der beliebtesten Sprungbretter für internationale Top-Talente. Den Anfang machte nach der Weltmeisterschaft 2014 Bayern-Leihgabe James Rodríguez, der für 75 Millionen Euro dem Fürstentum gen Madrid den Rücken kehrte. Es folgte eine Reihe von vielversprechenden Youngstern, die in Monaco zu Shootingstars wurden und daraufhin zu einem Spitzenklub wechselten. Nicht zuletzt Kylian Mbappé (PSG) und das Duo Bernardo Silva und Benjamin Mendy, die sich für 107,5 Millionen Euro Manchester City anschlossen.


Zusammen mit Spielern wie Geoffrey Kondogbia, Layvin Kurzawa, Yannick Carrasco und Falcao verließ der französische Nationalspieler Anthony Martial die Monegassen im Sommer 2015 und sorgte dabei für Transfereinnahmen bei AS von gut 185 Millionen Euro. Im Teenager-Alter wechselte der damals 19-jährige Angreifer zu Manchester United. 50 Millionen Euro legte der englische Rekordmeister auf den Tisch - durch Bonuszahlungen kann dieser Betrag aber noch auf bis zu 78 Millionen Euro steigen. 


"Es stimmt, dass Martial 78 Millionen Euro kostet - aber beachtet dabei, dass die Summe Boni beinhaltet. Diese sind allerdings realistisch“, bestätigte Monacos Sportdirektor Vadim Vasilyev im Sommer 2015 gegenüber der Sun (via transfermarkt.de). Die erste Rate von zehn Millionen Euro wurde nach 25 Pflichtspieltreffern im vergangenen April fällig. Davon ging man jedenfalls bislang aus. Die Times berichtet nun aber, der Betrag werde erst nach 25 Toren in der Premier League fertig.

Martial der in der laufenden Spielzeit auf neun Tore und fünf Vorlagen in 26 Liga-Einsätzen kommt, steht aktuell bei 24 Premier-League-Treffern. Der Betrag würde also bald fällig werden, auch wenn sich Martials Chancen auf Einsatzzeiten durch die Verpflichtung von Alexis Sanchez im Winter weiter verschlechtert haben. Der Franzose, der am liebsten über den linken Flügel kommt, pendelt unter José Mourinho zwischen Startelf und Reservebank. Den Vertrag mit dem 17-fachen Nationalspieler der Equipe Tricolore wollen die Red Devils dennoch verlängern. Laut Times wurden ​Verhandlungen bereits aufgenommen, das aktuelle Arbeitspapier von Martial läuft noch bis 2019. ManUnited besitzt allerdings eine vereinsseitige Option auf ein weiteres Jahr.


Am kommenden Samstag hat der 21-Jährige im Spitzenspiel gegen den FC Liverpool (13.30 Uhr) die Chance die 25-Tore-Marke zu knacken. Ein Torerfolg würde Ex-Klub Monaco auch etwas näher an die nächste Zehn-Millionen-Euro-Rate bringen. Die wird fällig, falls Martial als Spieler von Manchester United für die Wahl zum Weltfußballer nominiert wird.