René Adler geht schweren Zeiten entgegen. Im vorigen Sommer war der erfahrene Schlussmann als Führungsspieler von Mainz 05 verpflichtet worden. Nachdem Florian Müller bei seinem Bundesliga-Debüt vollauf überzeugen konnte, steht ihm vorerst der Stammplatz zwischen den Pfosten zu. Adler nimmt es mit Fassung.


Der 20-jährige Florian Müller wurde am vergangenen Wochenende in das kalte Bundesliga-Wasser geworfen. Im Abstiegsduell gegen den Hamburger SV (0:0) hielt der Youngster überragend, parierte unter anderem einen Elfmeter von Filip Kostic. ​Müller steht auch am ​heutigen Freitagabend (20.30 Uhr) gegen Schalke 04 zwischen den Mainzer Pfosten.


„Flo­ri­an Mül­ler spielt, René sitzt auf der Bank“, kündigte 05-Trainer Sandro Schwarz vor der Partie an. „Für uns eine lo­gi­sche Ent­schei­dung, al­lei­ne aus Flos Leis­tung in Ham­burg her­aus. Da gab‘s keine Not­wen­dig­keit, schon wie­der zu wech­seln.“ Für René Adler, der in den vergangenen Monaten verletzungsbedingt zurückgeworfen wurde, ein herber Rückschlag.

Hamburger SV v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

Florian Müller halt den Elfmeter von Filip Kostic


Laut Schwarz gilt das Leistungsprinzip. Die Entscheidung pro Müller sei zeitlich keinesfalls begrenzt. Man habe nicht vor, jede Woche einen Wechsel zu veranstalten. „Flo­ri­an Mül­ler gab uns im Spiel beim HSV das Ge­fühl, dem Druck im Ab­stiegs­kampf Stand zu hal­ten.“ Adler, mit der Erfahrung von mehr als 260 Bundesligaspielen ausgestattet, setzt sich mit der Entscheidung seines Trainers professionell auseinander.


„Der Trai­ner hat diese Ent­schei­dung ge­trof­fen und ich ak­zep­tie­re sie“, sagt Adler zur Bild. „Es geht hier aber auch nicht um Ein­zel­schick­sa­le – hier geht es weder um mich, noch um die Kar­rie­re von Flo, es geht ge­ra­de nur um den Klas­sen­er­halt von Mainz 05.“ Die Rheinhessen zittern nach wie vor um den Klassenerhalt in der Bundesliga. Mit 25 Punkten belegt das Schwarz-Ensemble den Relegationsplatz, jedoch punktgleich mit dem Fünfzehnten VfL Wolfsburg.