Das HSV-Beben ist für Felix Magath logische Konsequenz und letzte Möglichkeit den HSV doch noch zu retten. Eine Rolle bei der geplanten Neuausrichtung schloss der 64-Jährige aber aus, auch wenn er dem HSV "selbstverständlich helfen" würde, wenn er kann. Das sei bei der aktuellen Konstellation in der Führungsriege allerdings nicht möglich.


Das HSV-Beben und seine Folgen. Nun schaltet sich auch Felix Magath ein und äußert sich zu der ​Entlassung von Vorstandsboss Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Jens Todt. Der ehemalige HSV-Spieler, Manager und Trainer zeigte sich gegenüber Sky am Donnerstag zwar überrascht, nannte die Entscheidung sich von dem Führungsduo zu trennen aber "überfällig". 


Der 64-Jährige sei am vergangenen Wochenende in Hamburg gewesen und habe sich "gewundert und gefragt: Passiert denn hier nie etwas, gibt es hier denn nie eine Entscheidung? Von daher war ich überrascht, als heute Morgen tatsächlich, ich weiß nicht wer, aber irgendjemand doch eine Entscheidung getroffen hat", so Magath. Sehr deutlich kritisierte er die Arbeit von Bruchhagen und Todt, die "nichts bewegt hätten". Ihre Entlassung sei demnach "die einzige Chance", den Klassenerhalt doch noch zu schaffen.

Angesichts von sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und einer Mannschaft, die seit November sieglos ist, bleibt allerdings fraglich, warum die Trennung von Vorstandsboss und Sportdirektor zum jetzigen Zeitpunkt an der Situation etwas verändern soll. Und auch Magath hielt fest, er sehe "da keinen, der in den letzten Jahren Verantwortung getragen hat.​ Außer Trainer und Manager auszuwechseln, ist den Verantwortlichen leider nicht viel eingefallen".


Ein Führungsrolle bei der ​geplanten Neuausrichtung seines HSV schloss Magath aus, auch wenn er zum Klub "natürlich ein anderes Verhältnis als zu anderen Bundesligavereinen" habe. "Aber ich sehe da keine Möglichkeit mit den Personen, die beim HSV sind", betonte er. Dennoch wolle er "dem HSV selbstverständlich helfen, wenn ich kann". 


Magath ist nach eineinhalb Jahren als Trainer beim chinesischen Klub Shandong Luneng Taishan seit Anfang Dezember vergangenen Jahres ohne Engagement.