Von 2011 bis 2015 stand Fábio Coentrão bei Real Madrid unter Vertrag. Für 30 Millionen Euro war der Portugiese von den 'Königlichen' verpflichtet worden. Letzten Endes gewann dieser in der spanischen Hauptstadt unter anderem zwei spanische Meisterschaften, zwei Champions-League-Titel und den spanischen Pokal. Der Abschied des Linksverteidigers in Richtung Portugal ging dann eher heimlich, still und leise vonstatten. In einem Interview mit der spanischen Zeitung Marca sprach Fábio Coentrão nun über seine Zeit bei Real.

"Das letzte Jahr in Madrid war nicht dasselbe. Nicht, dass Zizou mir kein Selbstvertrauen gegeben hätte, überhaupt nicht. Zizou war ein sehr guter Trainer für mich und ich kann nur gute Dinge über ihn sagen. Derjenige, der schlecht über ihn spricht, weiß nicht, wovon er spricht, denn er ist ein spektakulärer Typ, aber die Dinge liefen nicht gut für mich in Madrid. Ich musste gehen, um mein Spiel wieder auf die Reihe und um Selbstvertrauen zu bekommen."


Dieses Selbstbewusstsein genießt der 52-fache Nationalspieler Portugals vor allem in den Reihen der portugiesischen Nationalmannschaft. "Wenn man sämtliche Spieler fragt, sagen sie dasselbe, das ich sage: das Selbstvertrauen macht 50 % eines Fußballspielers aus." Demnach erbringt der Portugiese dort auch seine besten Leistungen. 

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"Ich bin immer noch ein guter Fußballer" - in den Reihen der portugiesischen Auswahl gewann Coentrão neues Selbstvertrauen


"Ja, das ist normal. Wenn ich bei der Nationalmannschaft bin, fühle ich mich selbstsicher. Ich denke mir selbst: 'Schau, ich habe nicht verlernt, wie man Fußball spielt.' Weil ich mich in Madrid oft gefragt habe, was mit mir passiert, ob ich vergessen habe, wie man spielt. Als ich zur Nationalmannschaft zurück kam, war das der Moment für mich, als ich wusste: 'Schau, ich bin immer noch ein guter Fußballer.' Sie haben mich auf dem ganzen Feld eingesetzt: in der Verteidigung, im Angriff und sogar im Zentrum. Selbstvertrauen zu haben ist sehr wichtig und in Madrid hatte ich dieses Gefühl nicht."


Insgesamt kam der Portugiese in Madrid auf seine Einsätze, letztlich hätten auch Verletzungen seine letzten Monate in der spanischen Hauptstadt erschwert. Zudem hatte er mit Marcelo "nicht irgendjemanden" vor sich. Aktuell fühle sich der Linksverteidiger bei Sporting wohl, auch die Gesundheit spiele wieder mit.