​Im heutigen Profigeschäft eine Seltenheit: Marc Bartra reist extra aus Spanien an, um sich bei den Fans seines Ex-Clubs Borussia Dortmund zu verabschieden. Die besondere Bindung des Spielers resultiert vor allem aus den Vorkommnissen des letzten Jahres.

Vor dem Europapokal-Spiel gegen den RB Salzburg fand bereits das Highlight des Abends statt.
Der ehemalige Spieler des Bundesligisten sagte gebührend und emotional ´Auf Wiedersehen´.

51 Mal lief der Abwehrmann für die Borussia auf, traf fünf Mal und bereitete weitere fünf Tore vor. Eigentlich bis 2020 angestellt, wechselte Bartra im Winter zum spanischen Erstligisten Betis Sevilla.

​​Das dies kein gewöhnlicher Abschied war liegt daran, dass Bartra und Dortmund wahrscheinlich immer der Anschlag letzten Jahres verbinden wird.

Beim Sprengstoff-Anschlag vor dem Viertelfinal-Spiel in der Champions-League gegen den AS Monaco wurde der Spanier als einziger schwer verletzt. Er erlitt Fremdkörpereinsprengungen und einen Armbruch und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Der feige und unmöglich nachvollziehbare Anschlag schockte sowohl Spieler als auch Fans. 

So ist Bartra, trotz seiner Leistungen für den Verein, vor allem aufgrund dieses Ereignisses kein Spieler, den man dort so schnell vergisst. Michael Zorc betonte bei Sky:

"Das war heute ein besonderer Moment. Er war der einzige Spieler, der bei dem Bombenanschlag verletzt wurde. Das hat uns riesig Leid getan. Es freut uns, dass er die Bereitschaft gezeigt hat, in der Woche nach Dortmund zu kommen, um sich von den Fans zu verabschieden."

Auch der Geschäftsführer, Watzke, begrüßte es, dass der Spieler trotz seiner Verpflichtungen bei seinem neuen Arbeitgeber die Zeit gefunden hatte, nach Dortmund zu reisen: "Es war uns eine Ehre, Marc offiziell zu verabschieden. Wir danken ihm für seinen Einsatz, seine Solidarität, seine Freundlichkeit, seine Authentizität." Danach ließ er verlauten, dass der Spieler immer ein Botschafter des Klubs bleiben wird.

​​Bartra selbst war es sichtlich wichtig, noch einmal persönlich ´adios´ zu sagen. „Ich wollte mich unbedingt persönlich von den fantastischen Fans hier in Dortmund verabschieden“, betonte Bartra gegenüber der vereinseigenen Homepage und fügte hinzu: „Gemeinsam haben wir viel erlebt und vieles durchstanden.“


Aufschwung für das nachfolgende Spiel hat dieser emotionale Moment der Mannschaft zwar nicht gegeben, doch bleibt beiden, den Fans und dem Spieler, dieser im Profigeschäft doch besondere Moment, auch längerfristig noch im Gedächtnis.