Die Aussagen von Berlins Torwarttrainer Zsolt Petry über Nachwuchskeeper Jonathan Klinsmann schlagen einen Tag später hohe Wellen. Während sich BSC-Trainer Pal Dardai dafür ausspricht, den 20-Jährigen weiter seine Arbeit machen zu lassen, rüffelt Manager Michael Preetz seinen Angestellten öffentlich.


Eigentlich sollte die ​Ansage von Zsolt Petry, Torwarttrainer beim Berliner Hauptstadtklub Hertha BSC, in Richtung Jonathan Klinsmann wohl eher als Weckruf und Ansporn dienen. „Das Können hat er, aber er bringt es nicht jeden Tag in der Praxis auf den Platz. Das vermissen wir im Trainerteam alle von ihm“, erklärte der Coach und forderte mehr Fleiß und Einsatzbereitschaft von seinem Schützling ein.


Einen Tag später muss er sich von seinen Vorgesetzten jedoch selbst etwas anhören. So zitiert der Berliner Twitter-Kanal Hertha Base 1892 Manager Michael Preetz mit den Worten: „Ich werde ihm den Unterschied zwischen interner und externer Kommunikation erklären.“ Offensichtlich ist der 50-Jährige nicht sonderlich erfreut gewesen über die öffentliche Meinung von Petry.


Hertha-Coach Pal Dardai zeigte sich enttäuscht über die öffentliche Diskussion um seinen Nachwuchstorhüter „Eine Frage: Würde solch eine Berichterstattung stattfinden, wenn der Junge nicht 'Jonathan Klinsmann' heißen würde? Sein wir ehrlich: Normalerweise würde bei der Nummer 3 oder 4 nicht solch ein Theater entstehen. Er leidet darunter“, ließ der Ungar wissen.


Die kommenden Wochen werden zeigen, wie Jonathan Klinsmann selbst die Kritik weggesteckt hat und ob er einen Nutzen daraus ziehen kann. Insgesamt ist die Debatte aus Berliner Sicht aber höchst unglücklich und man kann nur hoffen, dass sich das Thema damit zu Gunsten aller auch schon wieder erledigt hat.