​Kevin Akpoguma gehört bei der TSG 1899 Hoffenheim mit seinen 22 Jahren zu den größten Talenten und bestritt in der laufenden Saison wettbewerbsübergreifend 18 Pflichtspiele für die erste und zweite Mannschaft der Kraichgauer. Im kommenden Spiel gegen den abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg dürfte der Innenverteidiger nun erneut zum Einsatz kommen. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Samstagnachmittag äußerte sich TSG-Coach Julian Nagelsmann zur Entwicklung des U21-Nationalspielers sowie zur aktuellen Lage beim formschwachen Teamkollege Nadiem Amiri. 


Nachdem der 22-jährige Akpoguma zu Saisonbeginn nach einer schwereren Verletzung noch ein wenig außen vor war und sich zunächst über Einsätze in der zweiten Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim wieder in Form gebracht hat, stand er seitdem ab dem neunten Spieltag in 13 von 17 möglichen Bundesligaspielen auf dem Rasen. Auch wenn der Defensivmann mitunter noch Nachholbedarf in Sachen Spielaufbau habe, lobte sein Coach Julian Nagelsmann vor allem die Athletik des gebürtigen Neustädters an der Weinstraße.

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Im Kraichgau hält man weiterhin große Stücke auf Defensivtalent Kevin Akpoguma


"Wir haben ihn im Hinrunden-Spiel in Wolfsburg, in einer Phase, in der es nicht so gut lief, reingeworfen und er hat es gut gemacht. Sein größtes Gut ist seine Athletik. Selbst, wenn er im Spielaufbau mal einen Fehler macht, läuft ihm sein Gegenspieler ganz selten weg. Zuletzt in Augsburg hat er sehr nüchtern und stabil gespielt - das hat mir sehr gut gefallen", so der 30-Jährige auf der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag. In Zukunft dürfte Akpoguma sicher noch viele weitere Pflichtspiele für den aktuellen Tabellensiebten der Bundesliga bestreiten, die nötige Zeit für seine weitere und bislang positive Entwicklung wolle man ihm bei den Kraichgauern in jedem Fall geben. "Er ist ein guter Verteidiger, der im Spielaufbau noch Entwicklungszeit braucht, die er von uns bekommt."


Während der Coach mit Kevin Akpoguma also sehr zufrieden ist, erwartet er von Offensiv-Allrounder Nadiem Amiri derweil mehr. "Man muss ein gewisses Niveau erwarten können von einem Spieler des Formats, der er sein möchte", so Nagelsmann über den 21-Jährigen. Das Eigengewächs kam zuletzt nur als Einwechselspieler zum Einsatz und lässt seit mehreren Wochen Konstanz vermissen, wie der TSG-Coach erklärte. "Auch bei ihm ist Stabilität das Thema. Er braucht einfach eine Verlässlichkeit in seiner Leistung. (...) Er hat immer wieder Ausschläge nach oben mit außergewöhnlichen Aktionen, aber auch welche nach unten wie beim 1:2 gegen Schalke. Diese Stabilität braucht er für seine Entwicklung."


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Muss sich noch steigern: TSG-Juwel Nadiem Amiri


Trotz der Kritik wolle er seinem Schützling aber weiterhin helfen, den nächsten Schritt zu machen. "Es ist kein Kampf Nagelsmann gegen Amiri, ich habe dasselbe Ziel: Ich will ihn zu einem großen Spieler machen. Er muss einfach lernen, diese Konstanz zu bringen, dann wird er sich auch dahin entwickeln. Das muss er lernen für seine Zukunft, wenn er irgendwann ml bei einem großen Klub spielt. Das habe ich mit ihm auch besprochen, er weiß, in welche Richtung es gehen soll." Amiri steht in der laufenden Saison bei 25 Pflichtspielen, in denen ihm vier Tore und zwei Vorlagen gelangen. Am kommenden Samstag geht es für die TSG im Heimspiel gegen den weiterhin abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg.