In der schnelllebigen Fußballwelt sind wirkliche Vereinsikonen selten geworden. Einer, auf den diese Bezeichnung aber zweifellos zutrifft, ist Martin Stranzl. Seit knapp sieben Jahren steht der Österreicher bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag. Zunächst als Spieler, dann seit Ende seiner aktiven Karriere als Jugendtrainer der „Fohlen“. Nun trennen sich die Wege – und Stranzl blickt voller Demut auf seine Zeit im Borussia-Park zurück.


Der 37-Jährige wird die Borussia nach Ablauf der Saison in seine österreichische Heimat verlassen. „Den Entschluss haben wir jetzt gefasst. An Weihnachten haben wir uns schon Gedanken darüber gemacht“, erklärte Stranzl gegenüber dem Fohlenpodcast. Als Beweggründe nannte er den Wunsch seiner Familie, wieder in der Nähe des Großteils der Verwandtschaft zu leben.

Beim Gedanken an die Heimat gerät Stranzl ins Schwärmen: „Die Ruhe, die Gelassenheit der Menschen und einfach mal abschalten zu können. Die Vögel zwitschern und du spürst so richtig, wenn die Sonne aufgeht.“ Allerdings wird der ehemalige Innenverteidiger seine in Mönchengladbach begonnene Fußballtrainerausbildung in Österreich fortsetzen und dem Sport somit nicht vollständig den Rücken kehren.

Seinen aktuellen Arbeitgeber lobt Stranzl: „Borussia Mönchengladbach ist die schönste Station meiner Karriere.“ Insbesondere das familiäre Umfeld und die Fans werden dem Österreicher in positiver Erinnerung bleiben. „Es war immer ein respektvoller Umgang, auch wenn wir schlecht gespielt haben. Das habe ich sehr zu schätzen gelernt“, erläuterte der 56-malige Nationalspieler.

„Ich hatte eine überragende Zeit hier“, erklärte Stranzl, der rund zwei Jahre nach Verkündung seines Abschieds vom aktiven Fußballerbusiness in guten Erinnerungen schwelgt. „Ich war überwältigt von den Menschen, die alle da waren, als es bekanntgegeben wurde“, und ergänzte, dass die „eine sehr große Wertschätzung“ sei.


Und auch ein kleines Hintertürchen ließ sich Stranzl offen: „Man weiß nie, wie sich alles weiterentwickelt. Wer weiß, vielleicht werden wir irgendwann mal wieder hier aufschlagen, das kann alles passieren.“ Sätze, die sie in Mönchengladbach gerne hören dürften. Denn Vereinsikonen stehen naturgemäß alle Türen offen.