​Obwohl er bisher noch kein Länderspiel absolviert hat, hofft Leverkusens Wendell auf eine WM-Teilnahme mit Brasilien. Immerhin wurde der Außenverteidiger bereits zweimal in den Kader der Selecao berufen, auch wenn er nur zum Bankdrücken die Reise nach Südamerika antrat. Dennoch glaubt der Bayer-Verteidiger an seine Chance, obwohl er weiß, dass ihm sein Temperament oftmals im Wege steht.


"Wir Südamerikaner sind heißblütig. Wir spielen in den großen Spielen aggressiver. Man sagt bei uns: 'Wir spielen mit Blut in den Augen'", erklärte der Brasilianer in einem Interview mit dem kicker. Und seine Bilanz ist wahrlich beachtlich: in 106 Partien kassierte der Linksverteidiger 30 Gelbe und sechs Rote Karten. Allein dieser Saison fehlte Wendell je einmal gelb- und rotgesperrt.

Bayer 04 Leverkusen v Werder Bremen - Bundesliga

Das größte Vorbild des Südamerikaners ist sein aktueller Konkurrent auf der linken Seite: Marcelo von Real Madrid. "In ein, zwei Jahren möchte ich sein Niveau erreicht haben." Ob Wendell sein Vorbild aber verdrängen kann? "Der Trainer hat gesagt, ich soll in Leverkusen weiter auf hohem Niveau spielen, aber dieses Jahr ist es für mich ein bisschen schwieriger: Bayer spielt nicht in der Champions League."


Neben einer WM-Teilnahme träumt Wendell Borges Nascimento - so der vollständige Name des Heißsporns - von seinem ersten Titel mit Bayer Leverkusen und hat dabei den Gewinn des DFB-Pokals im Sinn. Doch der 24-Jährige ist sich bewusst, dass man dafür den FC Bayern im Halbfinale ausschalten muss: "Okay, die Bayern sind sehr stark, aber wir spielen zuhause. Wir haben eine große Chance, nach Berlin zu fahren."