Träumen ist nicht verboten, auch nicht bei Schalke 04. Bisher hielten sich Spieler und Verantwortliche, was die Champions-League-Ambitionen der Knappen betrifft, aber zurück. Trainer Domenico Tedesco kann das Verlangen nach der Königsklasse jedoch nachvollziehen und im Zuge dessen auch niemanden an die Kette legen.


Unter Flutlicht will Schalke 04 am Freitagabend (20.30 Uhr) drei Punkte aus dem Gastspiel gegen Mainz 05 entführen. ​Es wäre im Kampf um die Champions-League-Plätze eine erste Duftmarke am 26. Spieltag, die die Knappen setzen würden. Bisher sei man immer gut damit gefahren, auf den ​nächsten Gegner zu schauen, merkt Trainer Domenico Tedesco laut kicker an.


Der 32 Jahre alte Übungsleiter führt aus: „Ich kann garantieren, dass wir gegenüber der Mannschaft oder auch in Gesprächen mit einzelnen Spielern das Wort Champions League noch nie in den Mund genommen haben.“ Es sei jedoch logisch sowie wünschenswert, dass seine Spieler Träume haben. Diese müssen freilich ambitioniert sein, „das gehört zum Sportcharakter dazu“, so Tedesco.

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Will seinen Spielern das Träumen nicht verbieten: Trainer Domenico Tedesco


Der erste Akteur, der sich auch in der Öffentlichkeit mit dem Thema Champions League auseinandersetzt, ist Matija Nastasic. Der Verteidiger formuliert offen sein Ziel, in der nächsten Saison in der Königsklasse spielen zu wollen. „Wir haben jetzt gewissermaßen neun Endspiele“, äußert der 24-jährige Serbe.


Für den Schalker Sportchef Christian Heidel wird es die Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Von 1992 bis 2016 war der 54-Jährige, der gebürtig aus Mainz stammt, als Sportlicher Leiter bei den Nullfünfern tätig. Die Mannschaft wolle „selbstbewusst“ in die kommenden Spiele gehen, „überheblich aber ganz sicher nicht“, so der Schalke-Entscheider. Samstag in einer Woche (18.30 Uhr) wartete mit dem Spiel beim VfL Wolfsburg das nächste Auswärtsmatch.