Nicht immer einfach wurde es Ömer Toprak gemacht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, in einen gewissen Flow bei Borussia Dortmund zu kommen, findet sich der Deutsch-Türke inzwischen sehr gut zurecht. Das registriert auch Trainer Peter Stöger, der lobende Worte findet.


Der zwölf Millionen Euro schwere Transfer von Ömer Toprak wurde lange Zeit für nicht gut befunden. Der Innenverteidiger galt vorige Saison als absoluter Wunschspieler von Thomas Tuchel, der jedoch nach dem Pokalsieg von seinen Aufgaben entbunden wurde. Auch dessen Nachfolger Peter Bosz hatte Toprak nicht als Nummer-eins-Verteidiger auf dem Zettel.


Seit Peter Stöger das Dortmunder Steuerrad in der Hand hält, ist Toprak unangefochtener Stammspieler in der Abwehrzentrale – ​und überzeugt zudem mit Leistung. „Vielleicht hatte er in der Hinrunde eine unglückliche Phase“, wird Stöger im kicker zitiert. „Das, was er jetzt spielt, entspricht seinem Level. Ömer spielt nur sein Potenzial aus.“

Borussia Dortmund v Sport-Club Freiburg - Bundesliga

Ömer Toprak (l.) befindet sich in starker Verfassung



Mit einer 70-prozentigen Zweikampfquote überzeugt Toprak mittlerweile seine ärgsten Zweifler – 106 von 151 Zweikampfduelle entschied der ehemalige Leverkusener für sich. Stöger war schon vor seinem BVB-Engagement überzeugt von den Qualitäten des Verteidigers, den er überraschend bei seiner Premiere im Auswärtsspiel gegen Mainz 05 (2:0) für die Startelf nominiert hatte.


„Ich habe ihn während meiner Zeit in Köln vor der Haustür in Leverkusen permanent spielen sehen und ihm deshalb vertraut“, sagt Stöger, „ich weiß, was er für Qualitäten hat.“ Auch Toprak selbst freut sich über die Höhenluft, die er in den vergangenen Wochen schnuppert. Der 28-Jährige habe unter Stöger „wieder ein anderes Gefühl auf dem Platz“ entwickelt, das er auch im heutigen Europa-League-Spiel gegen Red Bull Salzburg (19 Uhr) von Beginn an vermitteln darf.