​Der 1. FC Köln hat nach den heftigen Beleidigungen der eigenen Fans gegen Gästekeeper Ron-Robert Zieler bei der 2:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart rechtliche Schritte eingeleitet. Der gebürtige Kölner wurde am Sonntagabend von Teilen der Südkurve derart lautstark beschimpft, dass die genauen Wortlaute selbst im Fernsehen zu vernehmen waren. Zwei mutmaßliche Täter wurden bereits ermittelt und sollen nun bestraft werden. 


Wie der 1. FC Köln auf seiner offiziellen Vereinswebseite mitteilte, habe man bereits zwei mutmaßliche Täter ermittelt und prüft aktuell mögliche Sanktionen gegen die beiden. Mehrere Anhänger des Tabellenletzten hatten sich bei der ​2:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Sonntag lautstark via Megaphon gegen den gebürtigen Kölner und Gästekeeper Ron-Robert Zieler geäußert und ihm dabei inakzeptable Beleidigungen an den Kopf geworfen, die zu großen Teilen auch live bei Sky im Fernsehen zu hören waren. ​Auch der DFB schaltete sich bereits ein.



Laut den "Geißböcken" habe man die Fernsehbilder sowie eigene Aufnahmen nun detailliert ausgewertet, wodurch es zu den zwei mutmaßlichen Tätern kam. Laut Vereinsangaben soll es sich lediglich um besagte zwei Personen, jedoch nicht um die Tat der Ultras oder sonstigen Fans gehandelt haben, die verbal entgleist waren. Besonders für die üblen Beschimpfungen im Zusammenhang mit Robert Enke, der sich im November 2009 vor einen Zug warf und so selbst das Leben nahm, entschuldige man sich sowohl bei Zieler als auch bei der gesamten Familie Enke. Gegen beide Übeltäter wurde ein Stadionverbotsverfahren eingeleitet. 


Neben dem Vorfall sorgt derweil auch das Endergebnis für negative Schlagzeilen in Köln. Die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck belegt nach der Pleite gegen die Schwaben mit 17 Punkten weiterhin den letzten Tabellenplatz und hat neun Spieltage vor Schluss nun acht Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz und den 1. FSV Mainz 05.