Hertha-Talent Sinan Kurt ist wieder da. Der 21-Jährige wurde Anfang des Jahres aus dem Teamtraining genommen und sollte individuell an seinen Defiziten arbeiten. Seit Dienstag darf er wieder mit den Kollegen auf dem Platz stehen. Ob die ungewöhnliche Maßnahme Früchte trägt, bleibt abzuwarten.


Aus zwei bis drei Wochen wurden sechs. Hertha BSC hatte das gefallene Talent ​Sinan Kurt Mitte Januar aus dem Teamtraining genommen. Abseits der Mannschaft sollte der 21-Jährige individuell an seinen Schwächen arbeiten und "außerhalb seines gewohnten Umfeldes in Sachen Eigenständigkeit und Eigenverantwortung" weiterkommen, wie es Hertha-Manager Michael Preetz ausdrückte.


In Berlin ist man unzufrieden mit dem Außenstürmer. Trainer Pal Dardai äußerte seinen Unmut vor allem über die mangelnde Einstellung des Youngster mehr als einmal. Dennoch sehe man "unverändert Potenzial", weshalb man "weiter mit Sinan arbeiten und ihn entwickeln" möchte, versicherte Preetz zu Jahresbeginn.


Nun ist Kurt zurück bei der Mannschaft. Am Dienstag absolvierte er seine erste Einheit nach seiner Verbannung. "Schön, dass er wieder bei uns ist, jetzt braucht er das Teamtraining", ließ Dardai wissen. Ob Kurt nach dem erneuten Denkzettel wirklich noch zu einer "Alternative im Kader" werden kann, bleibt dennoch fraglich. Zu oft fiel der 21-Jährige schon in alte Muster zurück, wirkte lustlos und unmotiviert.

Gerade bei Pal Dardai hat er damit schlechte Karten. In der laufenden Spielzeit hat er es noch kein einziges Mal in das Bundesliga-Aufgebot geschafft. Zehn Einsätze in der Regionalliga-Mannschaft stehen für ihn zu Buche. Je einen Treffer und eine Torvorlage konnte Kurt dabei erzielen. Seit seinem Wechsel vom FC Bayern in die Hauptstadt im Januar 2016 reichte es lediglich zu zwei Kurzeinsätzen in der Bundesliga und einer Einwechslung im DFB-Pokal.


Nun muss er zeigen, ob er ernsthaft gewillt ist, seine viel zitierte letzte Chance zu nutzen. Sein Vertrag bei der Hertha läuft noch bis zum Sommer 2019.